Porsche bessert KfW-Antrag nach

Posted: Juni 23, 2009 in Wirtschaft
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Porsche gibt im Kampf um Staatsgelder nicht auf. Der Sportwagenbauer bessert seinen Antrag auf Milliardenhilfe bei der KfW nach. Die Bank hatte einen Kredit zuvor abgelehnt und fordert die verbindliche Festlegung, dass das Geld nicht zum Aktienkauf und nicht gegen Volkswagen verwendet wird.

Stuttgart – Die Zeit drängt: Porsche braucht dringend 1,75 Milliarden Euro von der staatlichen KfW-Bank. Doch die hält den hochverschuldeten Autobauer hin – solange er keinen nachgebesserten Antrag einreicht. “Das werden wir schnell tun”, kündigte jetzt ein Porsche-Sprecher in Stuttgart an.

Porsche hatte Anfang Juni bei der KfW das Darlehen beantragt, um sein laufendes Geschäft zu finanzieren. Der Konzern hatte bei der Übernahme von Volkswagen neun Milliarden Euro an Schulden angehäuft. Am vergangenen Freitag hatte die KfW eine vorläufige Entscheidung über den Porsche-Antrag gefällt – Berichten zufolge war das Ergebnis negativ. Die KfW verlange Nachbesserungen, sagte der Porsche-Sprecher.

Die KfW fordert demnach die verbindliche Festlegung von Porsche, dass das Geld nicht zum Aktienkauf und nicht gegen Volkswagen verwendet wird. Außerdem besteht die KfW auf einen genauen Plan, wie der Gesamtkredit von 12,5 Milliarden Euro, den Porsche bei mehreren Banken beantragt hat, zurückgezahlt werden soll.

Die endgültige Entscheidung für den Kredit trifft der Lenkungsausschuss der Bundesregierung. Hier sei noch nichts entschieden, teilte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums am Montag mit. Auch wann der Bürgschaftsausschuss sich noch einmal mit dem Thema befasse, sei noch nicht bekannt.

Ebenso wenig Klarheit gibt es über einen möglichen Einstieg von Daimler Chart zeigen bei Porsche. Einem Bericht des “manager magazins” zufolge haben die Chefs von Daimler und Porsche, Dieter Zetsche und Wendelin Wiedeking, bereits Ende Mai über die Optionen eines Einstiegs gesprochen. Diskutiert werde, dass Daimler über eine Kapitalerhöhung Aktien der Porsche SE übernehme, hieß es unter Berufung auf Finanzkreise. Daimler wäre so zumindest indirekt auch an dem Wolfsburger Autobauer Volkswagen beteiligt. Möglich sei auch, dass Daimler Porsche ein Paket VW-Optionen abnehme.

Ein Daimler-Sprecher bezeichnete den Bericht als “reine Spekulation”. Unter Marktkennern sorgt das Szenario für Verwunderung. “Daimler braucht das Geld selbst”, sagte der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer zu den Spekulationen.

Porsche setzt nach Angaben mehrerer eingeweihter Personen zudem weiter auf einen Einstieg des Emirats Katar. Das Emirat will früheren Angaben zufolge mindesten einen Anteil von 25 Prozent erwerben. Nach einem Bericht des Magazins “Focus” soll der Staatsfonds von Katar sogar deutlich mehr Anteile kaufen wollen als bislang bekannt.

Bei einem Treffen der Porsche-Eigentümerfamilien Porsche und Piëch habe Konzernchef Wendelin Wiedeking den Anwesenden ein Papier über die zukünftige Beteiligungsstruktur präsentiert, schreibt das Blatt. Dort heiße es, dass ein “externer Investor” insgesamt 29,9 Prozent der Anteile übernehmen solle. Die Familien hätten sich nicht zu einer schnellen Zusage durchringen können. Porsche wollte den Bericht nicht kommentieren.

Quelle: Spiegel
Kommentare
  1. Tiefbegabt sagt:

    Wie mich Porsche bewegt…

    [...] Stattdessen muss ich lesen, dass Porsche in finanziellen Schwierigkeiten steckt und tatsächlich Geld vom Staat benötigt. [...]…

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