Angeschlagener Aussenminister Westerwelle angeschlagen


Westerwelle wirft Kritikern infames Verhalten vor

Guido Westerwelle hält die Kritik an seiner Mitnahmepraxis bei Auslandsreisen für einen Teil des Wahlkampfs in Nordrhein-Westfalen. Er warf der Opposition infames Verhalten vor. Bei der nächsten Reise wird der Außenminister allerdings ohne seinen Partner unterwegs sein. Michael Mronz habe „andere Termine“.

Westerwelle in Brasilien

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (l, FDP) besichtigte am Donnerstag das Werk Siemens do Brasil in Jundiai bei Sao Paulo. Westerwelles bislang längste Auslandsreise steht unter einem schlechten Stern: Ihm wird vorgeworfen. Die FDP-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Birgit Homburger, hat Außenminister und Parteichef Guido Westerwelle eine starke Position in beiden Ämtern bescheinigt. Er mache „als Außenminister eine ebenso gute Arbeit wie als FDP- Bundesvorsitzender“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ Homburger verteidigte Westerwelle gegen den Vorwurf der Günstlingswirtschaft im Zusammenhang mit seiner Mitnahmepraxis bei Auslandsreisen. SPD, Grüne und Linke inszenierten „ein durchsichtiges innenpolitisches Spektakel, um ihre eigene Konzeptionslosigkeit zu vertuschen“. Die FDP-Fraktionschefin fügte hinzu: „Die Opposition muss sich fragen lassen, ob sie sich noch zu den Regeln des demokratischen Umgangs bekennt. Westerwelle selbst hält die Kritik an seiner Delegationsauswahl für „eine durchsichtige Kampagne der Kräfte, die in Nordrhein-Westfalen eine Linksregierung wollen. Dass dabei nicht einmal vor der Diffamierung von Familienangehörigen zurückgeschreckt wird, ist infam.“ Im bevölkerungsreichsten Bundesland wird in acht Wochen am 9. Mai ein neuer Landtag gewählt.

Quelle: Welt.de