Silvester Punkte Lotto bei My-Follow


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Wir wünschen aber trotzdem allen Usern einen guten Rutsch

Euer Team der
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Angebliche Erreger-Quelle


Kein Ehec-Befund in Lübecker Lokal

Die Ehec-Spur führte in ein Restaurant nach Lübeck – doch war es auch die Richtige? Nun hat sich der betroffene Gastwirt erstmals geäußert: Er könne zwar nicht ausschließen, dass der Darmkeim aus seinem Lokal stamme, aber die Proben hätten bislang nichts ergeben.

ehec, EHEC, Bakterium, Erreger, HUS, krank, Epidemie, Infektion, Gurken, Virus, Deutschland, MedizinerKüchenchef Frank Michel: „Wir sind als Restaurant selbst Endverbraucher“© Jens Büttner/DPA

Das Lübecker Lokal, das ins Visier der Ehec-Fahnder geraten ist, wurde nach Angaben des Betreibers bereits ohne Befund von den Gesundheitsbehörden untersucht. Von den Mitarbeitern stünden allerdings noch die Ergebnisse von Stuhlproben aus, die alle hätten abgeben müssen, sagte Gastronom Joachim Berger den ZDF-„heute“-Nachrichten. Berger schließt aber nicht aus, dass er eine verseuchte Lieferung erhalten haben könnte. Seine Ware komme über von einem Zwischenhändler aus Mölln, der wiederum von einem Großhändler aus Hamburg beliefert wird, sagte der Gastronom weiter.

„Wir sind als Restaurant selbst Endverbraucher und von unseren Lieferanten abhängig“, sagte Küchenchef Frank Michel der Nachrichtenagentur DPA. Anfang der Woche habe das Gesundheitsamt Lübeck unter anderem das Lokal sowie andere Gaststätten Lübecks kontrolliert. Dabei erfuhr er auch von dem Ehec-Verdacht. Geprüft wurden Hygiene- und Reinigungspläne sowie Lieferwege, so Michel, der auch darauf hinwies, dass die Belegschaft mit demselben Essen wie die Gäste werde, und niemand sei erkrankt.

Mindestens vier Gewerkschafter sind schwer erkrankt

Die „Lübecker Nachrichten“hatten von dem Verdacht gegen das Lokal berichtet. Laut der Zeitung sollen sich 17 Patienten in der namentlich nicht genannten Gaststätte infiziert haben. Der Mikrobiologe Werner Solbach vom Universitätsklinikum Lübeck wurde mit den Worten zitiert, das Restaurant treffe keine Schuld. „Allerdings kann die Lieferantenkette möglicherweise den entscheidenden Hinweis geben, wie der Erreger in Umlauf gekommen ist.“

Von der Erkrankungswelle ist auch eine Gruppe der Deutschen Steuergewerkschaft betroffen. Den „Lübecker Nachrichten“ zufolge, besuchten die Betroffenen das Restaurant zwischen dem 12. und dem 14. Mai. „Bemerkenswert ist, dass es sich bei den Erkrankten um Teilnehmer unterschiedlicher Gruppen handelt“, sagte der Mikrobiologe dem Blatt. Der Bundesvorsitzende der Fachgewerkschaft für die Finanzverwaltung, Dieter Ondracek, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass vier Mitglieder der Gruppe schwer erkrankt seien. Eine 48-Jährige aus Nordrhein-Westfalen sei an der Infektion gestorben, so Ondracek.

Das Kieler Landwirtschaftsministerium allerdings hat den Bericht als überzogen bezeichnet. „Wir haben keine heiße Spur“, sagte Ministeriumssprecher Christian Seyfert. Die Ergebnisse der Untersuchungen von Mitarbeitern des Robert Koch-Instituts (RKI) in Lübeck lägen bislang nicht vor.

Verdacht gegen Hafengeburtstag nicht plausibel

Das Magazin „Focus“ wiederum berichtet, der Ausbruch der Epidemie falle womöglich mit dem Hamburger Hafengeburtstag Anfang Mai zusammen. Diese These werde intern beim RKI favorisiert, schreibt das Blatt unter Berufung auf RKI-Kreise. Etwa 1,5 Millionen Menschen hatten das Hafenfest vom 6. bis 8. Mai besucht. Etwa eine Woche später wurden laut „Focus“ im Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf die ersten Patienten mit Durchfallerkrankungen registriert. Die Gesundheitsbehörde der Hansestadt aber glaubt genau das nicht. Die Experten des RKI hätten bereits vor zehn Tagen dem Amt mitgeteilt, dass eine Infektion beim Hafenfest „sehr unwahrscheinlich“ sei, wie ein Behördensprecher sagte. Denn bei einer durchschnittlichen Inkubationszeit von drei bis vier Tagen könne es rein zeitlich nicht als Infektionsquelle infrage kommen.

Auch das RKI selbst widerspricht: „Pressemeldungen wonach Ehec-Infektionen mit Großveranstaltungen in Verbindung gebracht werden, decken sich nicht mit den Erkenntnissen des RKI und stehen im Widerspruch zu dem epidemiologischen Profil des Ausbruchs“, teilte das Institut mit. Laut des RKI sind im Moment drei Teams im Einsatz. Die Mitarbeiter befragten in Hamburg, Lübeck und Bremen Patienten und gesunde Kontrollpersonen nach von ihnen verzehrten Lebensmitteln. Für die Studien würden Orte ausgewählt, an denen die Ergebnisse durch hohe Patientenzahlen besonders aussagekräftig sind. Insgesamt waren seit Beginn des Ausbruchs mehr als zehn RKI-Teams unterwegs.

Qelle: stern.de, supportstore.de, domain-porta24.de, sl-reseller.de

Mittelstand im Märchenland


Ein Märchen wie es im Buche Steht!!

Der Kuss, auf den das ganze Land gewartet hat: Kate und William präsentieren...

Die Briten haben die royalen Hochzeiter William und Kate mit einem eindrucksvollen patriotischen Spektakel gefeiert. Der Jubel-Tag in London setzte ein Zeichen: Mit den beiden als Königspaar in spe wird die Monarchie direkter, menschlicher und weniger entrückt.

London – Wie wichtig den Briten eine Angelegenheit ist, kann man daran ablesen, welche Wetten bei den Buchmachern geschlossen werden. Vor der Trauung von Prinz William und Kate Middleton konnte man beispielsweise darauf setzen, dass Braut oder Bräutigam den Hochzeitsring während der Zeremonie in Westminster Abbey fallen lassen (was nicht passierte), dass Kate, wie einst Diana, die Vornamen ihres Mannes durcheinanderbringt (tat sie nicht), dass Prinz Philip während der Trauung einschläft und sein Nickerchen von Milliarden Zuschauern weltweit beobachtet wird (er blieb wach), oder dass die Queen einen gelben Hut trägt (sie tat’s) Seit Wochen hatten sich die Briten auf die royale Hochzeit vorbereitet. Einige, indem sie in London den besten Platz ausspähten und tagelang auf dem Gehweg vor Kathedrale oder Palast ausharrten, andere, indem sie den Feiertag für Partys nutzten, die ganz im Zeichen des Königshauses standen.

Kommerz gab es genug: Die Supermarktkette Waitrose verkaufte ein Brautpaar aus Lebkuchen, die Nachfrage wuchs zuletzt rapide an, Hunderte dieser essbaren Royals gingen über die Ladentheke.

Die Route, die Kate und William nach der Zeremonie mit einer mehr als 100 Jahre alten Kutsche entlangfuhren, war eine Fanmeile. Menschen campierten dort, sicherten sich bereits am Donnerstagabend die besten Plätze entlang der Absperrungen. Immer mehr kamen im Laufe des Abends, viele trotzten der Kälte, und harrten stehend aus.

Die Spannung wuchs von Stunde zu Stunde. Dazu kamen rund 5000 Straßenfeste im ganzen Land. Es war ein eindrucksvolles patriotisches Spektakel.

Die Trauung ist ein historisches Ereignis – ob man will oder nicht

Die Hochzeit ist zugleich auch Volksfest, die Briten feiern ihr Königshaus und ihre eigene Britishness. Bereits am frühren Morgen hatten sich Hunderte vor dem Goring Hotel versammelt, in dem Kate Middleton ihre letzte Nacht als unverheiratete Frau gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern verbracht hatte.

Vor Westminster Abbey stritten Zuschauer erbittert um die besten Plätze. Wer in aller Herrgottsfrühe das Haus oder Hotel verlassen hatte, um in der ersten Reihe zu stehen, wollte sich nicht um 6.30 Uhr früh mit der zweiten begnügen.

Die Menschen feiern auch Stunden nach der Hochzeit. Einige aus Überzeugung, andere, weil alle anderen es auch tun. Der Euphorie tut das keinen Abbruch.

Die Trauung ist ein historisches Ereignis, egal, ob man nun mit der königlichen Familie etwas am Hut hat oder nicht. Es geht darum, dabei zu sein, mitzufeiern, sich von der Stimmung mitreißen zu lassen. „Es ist die Trauung unseres künftigen Königs“, sagen viele. Allein deshalb sei sie von Bedeutung. Charles gilt als schmucklos, die Hochzeit mit seiner Dauergeliebten Camilla haben die Briten akzeptiert. Es war eine Kopfgeschichte.

Bei Kate ist das an diesem Tag anders. Sie ist „Little Miss Mittelstand“, nicht allen war es recht, dass der zweite in der Reihe der britischen Thronfolger die Tochter eines Self-Made-Millionärs heiratet. Es ist die Geschichte des Mädchens, das zur Prinzessin wird, vielleicht irgendwann zur Königin.

Verschwiegenheit – das schätzt die Queen

Kate und William haben in den vergangenen acht Jahren ihrer Beziehung all das richtig gemacht, was Prinz Charles und sein Bruder Andrew in den neunziger Jahren vermasselten. Von Kates Junggesellinnenabschied weiß man wenig, außer dass es „nett“ gewesen sein soll. Sarah Ferguson, geschiedene Ehefrau von Prinz Andrew, verkleidete sich seinerzeit als Polizistin und ging mit ihren Freundinnen in einen Nachtclub.

Kate und William gelten als verschwiegen, deshalb werden sie von der Queen geschätzt – und von den Briten. Sie sind alles andere als exzentrisch, in ihrem angemieteten walisischen Bauernhaus gibt es keine Bediensteten, die beiden gehen regelmäßig im örtlichen Tesco-Supermarkt einkaufen, gerne auch Tiefkühlpizza.

Sie scheinen geerdet zu sein, man kann sich über sie, aber eben auch mit ihnen freuen. Am Abend vor der Hochzeit verließ William gemeinsam mit seinem Bruder Harry das Clarence House, um mit den Fans zu sprechen. „Ich muss ja morgen nur einen Satz richtig wiederholen“, sagte William.

In einer Broschüre, die vom Palast herausgegeben wurde, bedankte sich das Paar für die „Zuneigung“ der Menschen. „Sie hat uns beide tief berührt.“ Solch persönliche Töne hört man selten aus dem Palast.

Die Menschen haben es dem Paar gedankt, mehr als eine Million Zuschauer feierten an diesem Freitag nach Angaben der Polizei in London. Prosecco hatten sie dabei und Regenschirme, doch die Buchmacher sollten auch in diesem Punkt nicht recht behalten: Es blieb trocken.

„William, du hättest besser mich genommen“

Allein 100.000 Menschen feierten beim Public-Viewing im Hyde Park. Am Ende des Gottesdienstes erhoben sich die Menschen von ihren Picknickdecken, um „God save the Queen“ zu schmettern. Inbrünstig und andächtig, ganz so, als stünden sie selbst in Westminster Abbey und nicht auf plattgetrampeltem Rasen.

Während der Trauung waren Tausende still, um den Worten des Erzbischofs von Canterbury zuzuhören. Und immer wieder das Kleid der Braut zu inspizieren – und zu kommentieren. „Very classy“, lautete das Fazit. „Sehr stilvoll“ – mit V-Ausschnitt, Ärmeln aus Spitze und langer Schleppe. Schlicht, im Stil der fünfziger Jahre. Dazu trug sie das Diadem der Queen, das 1936 bei Cartier gefertigt worden war.

Am Ende der Trauung wurden Fahnen geschwenkt, rot-weiß-blaues Konfetti schwebte am – inzwischen – blauen Himmel. „Ist das schön“, seufzte eine Frau. Eine andere hielt ein Plakat in den Händen: „William, du hättest besser mich genommen.“

Als Kate und William Westminster Abbey nach der Trauung um 12.15 Uhr verließen, brach Jubel entlang der Strecke aus. Die Spannung der vergangenen Tage entlud sich in tosendem Geschrei, Applaus, Gekreische, als die Kutsche mit dem Brautpaar vorbei fuhr. Die Fanmeile verschmolz zu einer großen La-Ola-Welle.

Auf dem Balkon des Buckingham Palastes dann schließlich der lange erwartete Kuss der beiden, eigentlich sogar zwei Küsse, 0,7 und 1,1 Sekunden lang – und damit deutlich länger als Charles und Diana vor rund 30 Jahren knutschten.

Die Ehe-Anfänger drehen eine Runde im Aston Martin

Am Nachmittag drehten die beiden schließlich noch eine Runde in einem Aston Martin entlang der Route. „Just wed“ („Frisch verheiratet“) stand auf dem Nummernschild, dazu ein „L“ für „Learner“, also „Anfänger“.

Aber die Erwartungen waren nach dem stundenlangen Warten am Hochzeitsmorgen groß, und sie wurden nicht alle erfüllt. „Sie sind ziemlich schnell vorbeigefahren“, beschwerte sich Krankenschwester Kay, 54, aus Norfolk. Sie hatte seit morgens um halb sechs an der Seite der Westminster Abbey gestanden, doch mehr als einen flüchtigen Blick auf das Paar konnte sie nicht erhaschen. In Sekundenschnelle waren Kate und Wills vorbei. Im Fernsehen hätte sie vermutlich mehr mitbekommen, aber sie versuchte, sich selbst zu trösten. „Eine königliche Hochzeit muss man mal gesehen haben“, sagte sie.

Eher kümmerlich war der Andrang beim Straßenfest der britischen Antimonarchisten von Republic. Vielleicht 700 kamen zur Party am Red Lion Square in der Londoner Innenstadt zusammen.

Die Republikaner hatten weder Fernseher noch Sekt noch Bier, aber immerhin Würstchen, Saft und Musik, und obwohl dies eindeutig nicht ihr Tag war, hatten sie trotzdem gute Laune. Eine Mutter hatte ihren Fünfjährigen in ein T-Shirt gekleidet mit dem Schriftzug: „Wenn ich groß bin, will ich Präsident werden.“ Eine andere hielt ein Schild hoch: „Prinzessinnen sind doof.“

Chefrepublikaner Graham Smith sagte, die Zahl der Unterstützer habe sich in der Zeit der Verlobung von 7000 auf 15.000 mehr als verdoppelt. Trotzdem haben die Royalisten derzeit den stärkeren Rückenwind.

„Eine wahrhaft majestätische Flotte“

Das Stimmungshoch der Monarchie-Fans dürfte auch noch eine ganze Weile anhalten, denn die Hochzeit läutet eine neue Runde von Windsor-Festspielen ein. Die stehen allerdings noch ganz im Zeichen von Pomp und Bombast. Hatte es mehrere Jahre lang gar keine Anlässe zum Feiern gegeben, so kommen sie nun geballt: Im Juni lädt Prinz Philip zum 90. Geburtstag, im Juli folgt die Hochzeit von Zara Philipps, der Enkeltochter der Queen. Im Juni 2012 dann wird das 60. Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. mit einem erweiterten, viertägigen Wochenende gefeiert.

Als Höhepunkt soll eine Flotte von 1000 privaten Booten und Schiffen auf der Themse durch London segeln – mit der Queen an der Spitze. Eine „wahrhaft majestätische Flotte“ verspricht Londons Bürgermeister Boris Johnson.

Und dann ist da noch das unplanbare, aber insgeheim erwartete Ereignis, das alle anderen überschatten würde: Die Geburt des ersten Kindes von William und Kate. Bei den Buchmachern laufen bereits die Wetten.

Quelle: Spiegel.de, Supportstore.de, Sl-Reseller.de, Domain-Portal24.de

Planet Reseller und Tablets pushen die CeBIT


Messestand von Pearl im Planet Reseller auf der CeBIT
Messestand von Pearl im Planet Reseller auf der CeBIT Letzter Messetag in Hannover ist immer auch Bilanztag: Ernst Raue, Vorstand der Deutschen Messe AG und zuständig für die CeBIT, sagte: „Wir blicken auf eine gute CeBIT zurück.“ Die Zahl der Besucher läge an allen Tagen über den Zahlen des Vorjahres. Genaue Zahlen wollte er aber nicht verraten, sondern verwies auf eine Veröffentlichung nach Veranstaltungsende morgen. Maßgeblich zum Erfolg beigetragen habe der für den Fachhandel eingerichtete Bereich „Planet Reseller“ in den Halle 14 und 15. Von einer kleinen Sonderschau vor einigen Jahren hat sich dieser Bereich zu einem festen Bestandteil der Messe gemausert, der mittlerweile mehr als eine einzelne Messehalle benötigt.

Update 6. März: Minimales Besucherplus

Mittlerweile hat die Deutsche Messe AG die offizielle Besucherzahl bekannt gegeben: Insgesamt 339 000 Menschen aus 90 Ländern besuchten in diesem Jahr die CeBIT, ein Plus von 5 000 zum Vorjahr. 2010 war die Besucherzahl auf einen historischen Tiefstand von 334 000 gesunken. Nur die erste CeBIT im Jahr 1986 hatte ebenfalls 334 000 Besucher.

Nach Auskünften des Veranstalters kamen mehr als 80 Prozent der Besucher aus beruflichem Interesse, eine Zahl die wir nach unseren Beobachtungen kritisch sehen. Demnach waren schon am Mittwoch und Donnerstag und natürlich auch am Samstag zahlreiche Jugendliche und Besucher unterwegs, die augenscheinlich die CeBIT als Börse für Werbegeschenke verstanden haben. Auch der wiederholte Versuch von CeBIT und Bitkom, wieder mehr Privatkunden nach Hannover zu locken, ist angesichts des beinahe ausschließlich auf Computer-Spiele ausgerichteten Ausstellungsbereiches CeBIT Life stark verbesserungsbedürftig. Dass zudem mit Vodafone seine Ausstellung komplett auf Geschäftskunden beschränkt und am Samstag komplett geschlossen hält, ist in diesem Zusammenhang sicherlich ebenso kritisch zu beurteilen.

Tablets und Smartphones machen den Planet Reseller zum kleinen MWC

Der Planet Reseller beheimatet traditionell Hardwarehersteller und Distributoren, die sich keinen großen Stand in einer der anderen Hallen leisten wollen oder können. In 2011 konnte die Deutsche Messe AG hier die Ausstellerzahl auf 210 steigern. Für den gemeinen Leser, der die CeBIT für einen Tag besuchen will, hat der Planet Reseller aber den Nachteil, das der Zutritt auf Pressevertreter, Fachhändler, Einkäufer und Aussteller beschränkt ist. Tablets und Smartphones, die etwa erst vor kurzem auf dem Mobile World Congress in Barcelona ihre Weltpremiere gefeiert haben, wurden in in Deutschland in diesem Bereich erstmals einer breiteren Öffentlichkeit gezeigt. Zu den Ausstellern in diesem Bereich zählten etwa Archos, Gigabyte und MSI Computer sowie Blackberry/RIM, Emporia und LG, Motorola, Nokia und Sony Ericsson unter dem Dach der Mobile World Distribution. LG zeigte in Halle 14 etwa sowohl die Barcelona-Neuheiten Optimus 3D-Smartphone und Optimus Pad.

teltarif.de war in den letzten Tagen vor allem in diesem Bereich unterwegs, um Ihnen einen Eindruck über die Produkte und Ausstellungsstücke im Planet Reseller zu geben:

  • 04. März 2011: Archos 70b und Hanvon HPad – eReader oder Android-Tablet?
  • 04. März 2011: Vorgestellt: Neue eBook-Reader auf der CeBIT
  • 03. März 2011: Xoom, Galaxy Tab 10.1 und Co.: Die Tablets auf der CeBIT
  • 02. März 2011: Dual-SIM-Handys von Pearl mit Android 2.2 im Hands-On
  • 02. März 2011: Set-Top-Boxen von Pearl holen Android auf den Fernseher
  • 28. Februar 2011: Multimedia-Trends auf der CeBIT 2011

Wirklich? – Deutsche Messe: „CeBIT ist stark in der Wolke“

Passend zum diesjährigen Schwerpunktthema „Work and Life with the Cloud“ wies die Deutsche Messe AG auch auf die eigene Stärke im Internet hin. Ernst Raue: „Zusammen mit den Ausstellern und Besuchern vor Ort bilden wir Anfang März vielleicht die größte Community im Internet.“ Die Deutsche Messe AG verkaufe hier nicht nur Hallenboden in Hannover, sondern biete über cebit.de das komplette Jahr über eine interessante Anlaufstelle für Besucher, Kunden und Interessenten. Neben ähnlich allgemeinen Ausführungen zum CeBIT-Geschäft konnte oder wollte sich die Deutsche Messe AG allerdings nicht weiter zu eigenen Aktivitäten in der Cloud und deren Beitrag zum Unternehmenserfolg äußern. Augenscheinlich werden hier aller Verlautbarungen zum Trotz noch nahezu alle Einnahmen mit Dienstleistungen rund um die Messe vor Ort erzielt.

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Nicht nur der Veranstalter der CeBIT auch der Informationstechnologie-Branchenverband Bitkom zog eine positive Bilanz. Die Mehrheit der rund 4 200 Aussteller habe volle Auftragsbücher und freue sich auf das Nach-Messe-Geschäft, sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer in Hannover. Die meisten Aussteller äußerten sich nach Angaben des Verbandes Bitkom äußerst positiv. „Die Cebit hat der starken Konjunktur zusätzlichen Rückenwind gegeben“, urteilte Scheer. Der Bitkom erwarte für 2011 etwa zwei Prozent Wachstum für Informations- und Kommunikationstechnik in Deutschland und die gleiche Wachstumsrate auch im kommenden Jahr.

Quelle:Teletarif.de, tarif-dienst.de, supportstore.de, sl-reseller.de, domain-portal24.de

Die Angst vor der atomaren Katastrophe bleibt


Mehrere Atomkraftwerke in Japan mit Probleme

Nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami ist die Gefahr einer atomaren Katastrophe weiterhin nicht gebannt. Vier Atomkraftwerke in Japan melden inzwischen Probleme. Widersprüchliche Informationen über eine Kernschmelze gibt es aus der schwer beschädigten Anlage Fukushima. Regierungssprecher Yukio Edano widersprach seinen eigenen Angaben. Zunächst schloss er eine „geringe Kernschmelze“ im Reaktor 3 nicht aus. Stunden später kam das Dementi: Es habe im Reaktor 3 am Sonntag keine Kernschmelze stattgefunden. Radioaktive Strahlungswerte im Kraftwerk überschritten zwar die zugelassenen Werte, doch Edano versicherte, es bestehe keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung.

Wie bereits am Reaktor Nummer 1 sei zwar die Kühlfunktion ausgefallen. Dadurch sei das Kühlwasser zurückgegangen – durch Salzwasserzufuhr seien die Brennstoffstäbe aber inzwischen wieder im Wasser. Edano sagte weiter, es könne allerdings sein, dass sich dadurch Wasserstoff unter dem Dach angesammelt habe. Doch selbst wenn es wie beim Reaktor Nummer 1 zur Explosion komme, könne der Reaktor dem widerstehen. Neue Evakuierungsmaßnahmen seien nicht nötig.

Kernschmelze im Reaktor 1 wahrscheinlich

Dass es im Reaktor 1 gestern schon zu einer Kernschmelze kam, hält die Atomsicherheitsbehörde für sehr wahrscheinlich. Klarheit gibt es allerdings nicht. Regierungssprecher Edano sagte, man wisse nicht, ob es dazu gekommen sei. Derweil gehen auch in Block Nummer 1 des Atomkraftwerks Fukushima I die Arbeiten weiter. Experten pumpen ein Meerwasser-Bor-Gemisch in die Anlage, um sie zu kühlen. In dem Block hatte es gestern eine Explosion gegeben. Dabei wurde ein Teil des Gebäudes zerstört. Laut Betreiberfirma TEPCO wurde dabei aber der innere Reaktorbehälter nicht beschädigt. Auch im wenige Kilometer entfernten Atomkraftwerk Fukushima II gibt es in drei Reaktoren Probleme mit den Kühlsystemen. Beide AKW liegen zwölf Kilometer entfernt voneinander und rund 240 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio.

Für weiteres Atomkraftwerk gilt nuklearer Notstand

Ein Mann wird auf erhöhte Strahlenwerte kontrolliert.  (Foto: dapd)
Unterdessen riefen die Behörden den nuklearen Notstand für ein weiteres Atomkraftwerk aus. Für das Kraftwerk Onagawa in der benachbarten nordöstlichen Provinz Miyagi sei wegen überhöhter Werte von Radioaktivität die niedrigste Notstandsstufe erklärt worden, teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mit. Zuvor hatten Atomexperten in der Region eine 400 Mal höhere Radioaktivität als normal gemessen. Die massiv erhöhten Strahlenwerte meldete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Betreibergesellschaft Tohoku.

Kühl-Probleme auch im AKW Tokai

Sorgen bereiten auch Meldungen aus einem vierten Atomkraftwerk: Im AKW Tokai an der Ostküste südlich von Fukushima gibt es offenbar Probleme mit der Kühlung. Wie der Betreiber, die Japan Atomic Power Company, mitteilte, sei die Reparatur des Kühlsystems im Gange. Eine Kühlpumpe sei ausgefallen, eine Zusatzpumpe arbeite jedoch und kühle den Reaktor. Die Anlage befindet sich rund 120 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio und hatte sich bei dem Beben am Freitag automatisch abgeschaltet.

Karte Japan mit Tokio

Untersuchung auf Strahlenbelastung

Aus Angst vor einer drohenden Atom-Katastrophe brachten die japanischen Behörden mehr als 200.000 Menschen in Sicherheit – vor allem rund um die Anlagen Fukushima I und II mussten die Menschen ihre Häuser verlassen. Für Fukushima I gilt ein Umkreis von 20 Kilometern, für Fukushima II von zehn Kilometern. Regierungssprecher Edano kündigte an, dass Zentren eingerichtet würden, in denen sich die Bürger auf Strahlungsbelastung untersuchen lassen könnten und sie gegebenenfalls mit Medikamenten versorgt werden. Zuvor war in japanischen Medien berichtet worden, drei Anwohner von Fukushima I seien verstrahlt worden. Über ihren Gesundheitszustand wurde nichts Genaueres bekannt. Die Behörden der Region Fukushima teilten dem japanischen Sender NHK zufolge mit, es seien weitere 19 Personen einer Strahlenbelastung ausgesetzt worden. Die IAEA hatte bekannt gegeben, dass in der Umgebung des betroffenen Atomkraftwerks die Ausgabe von Jod vorbereitet wird. Die Tabletten werden eingenommen, damit sich in den Schilddrüsen kein radioaktiv belastetes Jod ansammeln kann.

Die Atomanlage Fukushima:

Der Komplex des Atomkraftwerks Fukushima ist einer der größten in Japan.

Das Kraftwerk Fukushima I (Daiichi) besteht insgesamt aus sechs Siedewasserreaktoren. Fukushima I war vor 40 Jahren ans Netz gegangen. Das Werk Fukushima II (Daini) mit vier Siedewasserreaktoren nahm den Betrieb im April 1982 auf. Beide sind etwa zwölf Kilometer voneinander entfernt und liegen am Meer.
Fukushima I wurde von dem Erdbeben am schlimmsten betroffen. Ein derzeitiger Problemreaktor, Reaktor 1, ist der älteste der derzeit sechs Reaktorblöcke. Er stand nach Angaben aus einer internationalen AKW-Datenbank kurz vor der Stilllegung; eine Datenbank des Forschungszentrums Nuclear Training Centre (ICJT) in Slowenien nennt als „erwartetes Datum der Stilllegung“ den März 2011. Neben Reaktor 1 bereitet auch Reaktor 3 Probleme – in beiden sind die Kühlsysteme ausgefallen. Die sechs Reaktoren in Fukushima I haben eine Nennleistung von zusammen über 4000 Megawatt Strom. Das ist gut ein Drittel mehr als die größte deutschen Anlage Gundremmingen. Siedewasserreaktoren in Deutschland haben die Atomkraftwerke Brunsbüttel, Krümmel und Philippsburg.

Katastrophe wie in Japan in Deutschland möglich ?


Laut den AKW-Betreibern ist eine Katastrophe, wie die in Japan in Deutschland nicht möglich. Nach dem schweren Erdbeben droht in einem Atomkraftwerk Japans nun die Kernschmelze. Die Atomkraftwerke in Deutschland könnten jedoch auch einem starken Erdbeben standhalten.
Eine Katastrophe wie im japanischen Atomkraftwerk Fukushima kann sich in Deutschland nach Angaben der AKW-Betreiber so nicht ereignen. „Eine Verkettung eines derart schweren Erdbebens und eines schweren Tsunamis ist in Deutschland nicht vorstellbar“, erklärte das Atomforum, in dem die Kraftwerksbetreiber zusammengeschlossen sind, am Samstag. Die deutschen AKW seien so ausgerichtet, dass sie auch starken Erdbeben widerstehen könnten. Die deutschen Betreiber würden die Vorkommnisse in Japan auswerten, sobald die hierfür notwendigen gesicherten Erkenntnisse vorlägen.
Das Atomkraftwerk Fukushima 1 war bei dem schwersten Erdbeben in der Geschichte Japans am Freitag stark beschädigt worden. Die Kühlung fiel aus, dadurch droht eine Kernschmelze. Nach der Explosion der Beton-Außenhülle des Reaktors trat am Samstag radioaktive Strahlung aus. Wir müssen die technischen Vorgänge in den japanischen Kernkraftwerken auf Basis gesicherte Erkenntnisse analysieren und uns dann fragen, welche Konsequenzen wir aus diesen Geschehnissen für unsere Kernkraftwerke ziehen“, sagt der Chef des AKW-Betreibers EnBW, Hans-Peter Villis, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. EnBW stehe in intensivem weltweitem Austausch mit anderen AKW-Betreibern, um die Geschehnisse in Japan fortlaufend zu bewerten. Villis kritisierte das erneute Aufkeimen einer Atomdebatte. „Eine politische Diskussion in Deutschland um die Zukunft der Kernkraft hilft weder den Menschen in Japan, noch kann sie aufgrund der noch ungesicherten Fakten jetzt technisch fundiert geführt werden.“ E.ON und RWE wollten sich zu den Ereignissen in Japan nicht äußern und verwiesen auf die Erklärung des Atomforums, dessen Mitglieder E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall sind.

Nach der Terrorwarnung “ Wenn am Bahnhof die Gitter runtergehen „


Die Terrorwarnung von Innenminister de Maizière und ihre Folgen: In München verstärkt die Polizei die Kontrollen sichtbar – und sperrt den Bahnhof teilweise ab.

Um 15.18 Uhr gingen die stählernen Rolltore an den Seiteneingängen des Hauptbahnhofs hinunter. Und dort sollen sie bis auf weiteres auch bleiben. Denn die akute Terrorgefahr, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Mittwochmittag für das gesamte Bundesgebiet öffentlich gemacht hatte, hat auch für den Großraum München sichtbare Folgen. Neben dem Hauptbahnhof soll auch der Münchner Flughafen verstärkt kontrolliert werden. An den Bahnhöfen in Nürnberg, Augsburg, Ingolstadt und Ansbach sind ebenfalls verstärkte Kontrollen geplant.

Sicherheitsvorkehrungen am Muenchner Hauptbahnhof Bild vergrößernAm Münchner Hauptbahnhof werden die Sicherheitsmaßnahmen massiv verschärft – am Nachmittag werden die Rolltore an den Seiteneingängen heruntergelassen. (© dapd) 

In München hat die Inspektion der Bundespolizei ihre Kräfte umverteilt, 75 Beamte sind derzeit im Gebiet des S-Bahn-Netzes eingesetzt, Verstärkung ist bereits angefordert. Am Hauptbahnhof waren uniformierte Beamte an den Eingängen postiert, die durch die heruntergelassenen Rolltore verengt wurden. An diesen Eingängen kontrollierten die Beamten Reisende, die in eine bestimmtes Profil passen. Sie ließen sich Reisedokumente und Taschen zeigen. Auch Sprengstoffhunde seien im Einsatz sowie Schutzhunde, die gegen gewalttätige Störer eingreifen könnten, sagte der Münchner Inspektionsleiter Jürgen Vanselow. Zudem werde an Metalldetektoren an den verengten Zugängen gedacht. Deutlicher zeigen will sich die Bundespolizei auch an weiteren S-Bahnhöfen und in den Zügen.

Verstärkt wird die Bundespolizei durch Zivilkräfte, durch die Landespolizei, die Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn und auch die Berufsfeuerwehr. Diese hat angeboten, beim Auffinden gefährlicher Chemikalien zu helfen. „Einhundertprozentige Sicherheit gibt es aber nur im Himmel“, sagte Vanselow. Angst müsse dennoch niemand haben. Ein Sprecher der Bundespolizei betonte, dass die Terrorgefahr in München derzeit nicht höher sei als in anderen Großstädten im Bundesgebiet.

Herrmann: Kein Anlass, in Panik zu verfallen

„Wir sind zurzeit noch wachsamer, als wir es ohnehin schon sind“, sagte Matthias Knott, Sprecher der Bundespolizei am Münchner Flughafen. Sichtbar ist die erhöhte Aufmerksamkeit der Beamten durch ihre Ausstattung. Sie patrouillieren derzeit mit zusätzlichen Schutzwesten und Maschinenpistolen über das Flughafengelände. Über weitere Maßnahmen wollte sich Knott nicht äußern. Man will möglichen Attentätern keine Hinweise geben, wie das Sicherheitssystem am Flughafen zu knacken ist. Bei der Lufthansa würden seit den Anschlägen vom 11. September ohnehin die höchsten Sicherstandards gelten, die es seit Bestehen der Luftfahrt gebe, betonte Sprecherin Bettina Rittberger. „Und dieser Level ist auch nie wieder abgesenkt worden“. Dazu gehöre beispielsweise, dass Koffer eines Passagiers, der eingecheckt, aber nicht im Flugzeug erschienen sei, sofort wieder ausgeladen würden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann betonte, die Bedrohung müsse ernst genommen werden, es gebe jedoch keinen Anlass „in Panik und Angst zu verfallen“. Nach Herrmanns Worten gibt es keine konkreten Hinweise, dass es mögliche Attentäter auf die Weihnachtsmärkte abgesehen hätten. „Es gibt keinen Anlass, Veranstaltungen zu meiden oder abzusagen“, sagte Herrmann.

Peter Dathe, Präsident des Bayerischen Landeskriminalamtes, ist von der Einschätzung der Bedrohungslage nicht überrascht. Die Paketbomben in der Luftfracht, die Erkenntnisse der Nachrichtendienste sowie die verstärkte Aus- und Einreisetätigkeit in Richtung Afghanistan ließen Schlüsse auf einen geplanten Terrorakt zu. „Das Grundrauschen wird immer stärker“, so Dathe.

Der Münchner Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer kündigte verstärkte Überwachungsmaßnahmen an. Bislang gebe es aber keine Erkenntnisse, dass sich Teilnehmer aus Terrorlagern in München aufhielten.

Quelle: sueddeutsche.de, supportstore.de, sl-reseller.de, domain-portal24.de

Nach den Terrorwarnungen „Polizei sind in Lauerstellung“


Berlin, Hamburg, München – laut Sicherheitsbehörden ist dort die Anschlagsgefahr am größten. Doch die meisten Menschen nehmen es gelassen – auch wenn die schwerbewaffneten Polizisten nur stichprobenartig kontrollieren.

Für Stefan Leisz ist der Terror greifbar. Schließlich könnte es jederzeit passieren, dass er ihn auf seinen blauroten Gepäckwagen lädt, auf den er sich gerade aufstützt. Mit nachdenklichem Gesicht steht Leisz an Gleis 25 des Münchner Hauptbahnhofs. „Gepäckservice“ ist auf seinen Blaumann gestickt. Seit zwei Jahren ist Leisz, 44, der Mann fürs Gepäck. Und wenn er an diesem Morgen zum Bahnhofseingang an der Arnulfstraße schaut, sieht er die Stadt durch metallene Raster.

Sicherheitsvorkehrungen am Hauptbahnhof Dresden Bild vergrößernAn Flughäfen und Bahnhöfen haben die Sicherheitskräfte die Kontrollen massiv verstärkt. (© dapd)

Seit Mittwoch hat die Bundespolizei Rolltore heruntergelassen, um die Eingänge zu verengen, hat dort Beamte in schusssicheren Westen postiert, die schwerer bewaffnet sind als üblich. Sie sollen Reisenden, aber auch Menschen wie Stefan Leisz Sicherheit geben. Doch sicher fühlt der sich nicht, im Gegenteil. Seit Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Mittwoch vor einer akuten Bedrohung gewarnt hat und seit die Polizei sich so deutlich zeigt, ist auch Leisz verunsichert. „Ich mache mir schon Gedanken“, sagt er. Wer wisse schon, was er da transportiere in den vielen Taschen und Koffern, die er jeden Tag auf seinen Gepäckwagen hievt. Wenn er ein herrenloses Gepäckstück sehe, sei er jedenfalls „sehr vorsichtig“. Dass die Polizei ihn schützen könnte, glaubt er nicht. Doch nicht viele Münchner sind so besorgt wie Leisz. Sie nehmen kaum Notiz von den Schwerbewaffneten, die paarweise durch die Bahnhofshalle patrouillieren. Auch Zivilstreifen sind unterwegs. Ein Lokführer wartet an Gleis 23 auf seinen Einsatz. Ob er Angst hat? „So schlimm ist es nicht“, sagt er kurz und klingt ebenso gelassen wie die Mitarbeiter bei den Schließfächern. „Wenn ich zu Hause aus der Tür und über die Straße gehe, ist das gefährlicher“, sagt einer von ihnen. „Wir sind aber schon in Lauerstellung“, ein anderer. Der Münchner Hauptbahnhof ist keine Festung. Während durch den Wareneingang Stapel von Paketen, Getränkekisten, Speisen angeliefert und in den Bahnhof gerollt werden, kontrollieren Polizisten einzelne Reisende. Es ist nicht mehr als eine Stichprobe: Ein Mann aus Nordafrika und seine Begleiterin müssen ihre Papiere vorzeigen, die Beamten prüfen die Identität des Mannes, dann darf das Paar weiter zum Zug. Währenddessen sind Dutzende Passanten an den Polizisten vorbeigezogen. Terrorangst ist unter den Passanten am Donnerstag nicht zu spüren: Nicht in der U-Bahn im Berufsverkehr, nicht am Marienplatz, und auch nicht am Flughafen, wo in der Nacht zuvor um 0:40 Uhr 296 Passagiere eines Air-Berlin-Fluges aus dem namibischen Windhuk gelandet waren. Dort hatte die Polizei ein verdächtiges Gepäckstück aus dem Verkehr gezogen, das offenbar in den Flieger nach München verladen werden sollte. Beim Durchleuchten des Gepäckstücks seien Batterien sichtbar geworden, die laut Bundeskriminalamt über Kabel mit einem Zünder und einer laufenden Uhr verbunden waren, wohl auch mit einem Sprengsatz. Das BKA überprüfte noch in der Nacht die Passagiere. Am Münchner Flughafen geht dennoch alles weitgehend seinen gewohnten Gang. Die Sicherheitsleute kontrollieren Reisende und ihr Handgepäck gründlich, aber nicht gründlicher als an normalen Tagen. Kein Hinweis warnt vor erhöhter Terrorgefahr. Ein einsamer Bildschirm zeigt Nachrichten des Senders N24, „Deutschland in Terrorangst“, steht dort grell-orange geschrieben. Von den Reisenden dreht niemand den Kopf oder bleibt stehen. Täten sie es, sie würden hören, wie ein Experte sagt: „Die Gefahr, in Deutschland vom Blitz getroffen zu werden, ist größer, als Opfer eines Terroranschlages zu werden.“

Flughafensicherheit ließe sich leicht verbessern

So würde das wohl auch Birgit Baier formulieren. Seit 20 Jahren arbeitet sie am Flughafen, sie sitzt am Service-Schalter in der Abflughalle des Terminals 1. „Ich habe keine Angst“, sagt sie. „Wenn man die Zeitungen aufschlägt, ist alles voll von Krieg und Terror“, sagt sie, „aber ich habe Vertrauen, dass nichts passiert.“ Dass die Polizei sich an Flughäfen und anderen Verkehrsknotenpunkten in den kommenden Wochen deutlicher zeigen will, gibt Baier keine Sicherheit. Wer einen Anschlag verüben wolle, der lasse sich davon nicht beeindrucken, glaubt sie.

Ähnlich sieht das auch Steffen Baumann. Genauso lange wie Baier arbeitet er am Flughafen, früher hat er Koffer verladen, jetzt kümmert er sich um Sperrgepäck. Für seine Arbeit brauche er eine gute Menschenkenntnis, sagt er; er wisse, bei welchen Gepäckstücken er genauer hinschauen müsse. „Man muss die Leute mit Vorsicht genießen.“ Die Sicherheit am Flughafen ließe sich indes leicht verbessern, findet er.

In Chiang Mai in Thailand hat er kürzlich erlebt, dass nur diejenigen in den Flughafen durften, die ein Ticket besaßen und die schon am Eingang ihr Gepäck durchleuchten ließen. Das würde er sich auch für München wünschen.

Der Mann und die Frau mit den dunkelblauen Overalls, den Schusswesten und umgehängten Maschinenpistolen sehen das naturgemäß anders. Sie ziehen ihre Runden durch die Schalterhalle, in der Baier und Baumann sitzen. Für die beiden Bundespolizisten ist der Einsatz Routine, sagen sie. „Es ist unsere Aufgabe und Arbeit, die Passagiere zu schützen“, sagt der Mann. Niemand habe sie darauf angesprochen, dass sie an diesem Tag schwerer bewaffnet auftreten als üblich: „Die Leute sind einfach so mit sich selbst beschäftigt, dass es ihnen gar nicht auffällt.

Quelle: sueddeutsche.de, supportstore.de, sl-reseller.de, domain-portal24.de

Terrorgefahr in Deutschland


Tägliche Warnung vor der Apokalypse

Die Nachrichtendienste waren lange unsicher, wie verlässlich die vielen Hinweise auf Attentate sind. Nun sollen öffentliche Warnungen das Schlimmste verhindern. An Hinweisen auf drohende Anschläge hat es in den vergangenen Monaten wirklich keinen Mangel gegeben. Der saudische und auch der marokkanische Geheimdienst wussten von einer Zelle zu berichten, die angeblich Paris ins Visier genommen habe. Es gab Festnahmen. Die Amerikaner warnten vor Terroristen, die in der Sprengung von Gebäuden ausgebildet worden seien und Attentate in Europa planten. Zwei deutsche Islamisten, die im Frühjahr 2009 aus Hamburg an den Hindukusch gezogen waren und in Pakistan und Afghanistan festgenommen wurden, hatten von angeblich sehr konkreten Anschlagsplänen in Europa berichtet. Aber sie nannten keinen Ort und keinen Zeitpunkt für einen Anschlag.

Innenminister von Rheinland-Pfalz nennt konkrete Terrorhinweise für Städte

Wenn Nachrichtendienste einen Depeschendienst hätten, der die Öffentlichkeit mit Nachrichten versorgt, wären die Zeitungen voll gewesen von Geschichten über die angeblich täglich drohende Apokalypse. Hunderte Hinweise gab es und noch mehr Geraune. Nur, welcher Tipp war ernst zu nehmen, welcher basierte auf einer Lügengeschichte, welcher beruhte auf der Propaganda islamistischer Wichtigtuer? Selbst die Geheimdienste und Staatsschützer blickten nicht durch. Sie sammelten unablässig Informationen- wie ein Wal, der Tonnen von Wasser in sich hineinschwappen lässt für ein paar Gramm Plankton. Über die Glaubwürdigkeit der diversen Quellen waren sich die Dienste lange Zeit uneins. Wie ernst sind die Anschlagswarnungen eines Hamburger Islamisten zu nehmen, der nach kurzer Zeit am Hindukusch mit Top-Leuten des Terrors zusammengekommen sein will? Ist er auf seine spezielle Weise seriös, oder ist er eine unseriöse Quelle?

Es gibt keine gemeinsame Lagebeurteilung der internationalen Dienste. Sie bewerten solche Aussagen zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich. Manchmal spielen bei der Auslegung auch sicherheitspolitische Debatten eine Rolle. Amerikanische Dienste sind leichter bereit, vom Schlimmsten auszugehen, als zum Beispiel der Bundesnachrichtendienst. So wurden dieselben Aussagen festgenommener Dschihadisten von den amerikanischen Behörden und den deutschen Behörden lange Zeit unterschiedlich bewertet. Die Amerikaner beharrten darauf, dass ihre Warnungen furchtbar ernst zu nehmen seien, und verwiesen dann auf weitere Informationen, die den Europäern nicht zur Verfügung stünden, die aber sehr alarmierend seien. Zu den Regularien der deutschen Sicherheitsbehörden gehört es, dass sie Sicherheitsstufen festlegen. Es gab in den vergangenen Wochen eine neue Nachricht eines ausländischen Polizeidienstes, dass auch in Deutschland ein Anschlag drohe. Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte und hat keinen Beleg dafür, dass diese Warnung falsch ist. „Bei diesem Stand müssen wir von einer hohen Wahrscheinlichkeit für eine Anschlagsplanung ausgehen“, sagt ein hochrangiger Sicherheitsbeamter. Nachdem das BKA durch eigene Ermittlungen auch Hinweise auf mögliche Anschlagsplanungen in Deutschland erhielt, spitzte sich die Lage nun zu. Terroranschläge seien „ernsthaft naheliegend“, schreibt das Bundeskriminalamt (BKA) in einer frischen Analyse zu den Gefahren des islamistischen Terrorismus. Was heißt das? Droht die Gefahr heute, morgen, übermorgen, droht sie immer oder nie? Ob eine Warnung berechtigt war oder nicht, das lässt sich leicht feststellen, wenn etwas passiert ist. Wenn aber am Ende nichts passiert, dann kann es schon sein, dass die starke und spürbare Prävention durch die Behörden ein Attentat verhindert hat. Es kann sogar sein, dass potentielle Attentäter durch starke Präsenz des Staates abgeschreckt werden. Manchmal werden auch Terrorpläne durch Bürger vereitelt. Ein Beispiel dafür ist der gescheiterte Autobomben-Anschlag am 1.Mai dieses Jahres auf dem New Yorker Times Square, der dank der Wachsamkeit von Passanten verhindert werden konnte.

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Internetangriff aus China


US-Kommission wirft China Datenentführung vor

Netzwerkkabel: Leitete China Daten aus den USA über eigene Server um?

DPA

Netzwerkkabel: Leitete China Daten aus den USA über eigene Server um?

War das eine gezielte Attacke? IT-Experten beschuldigen China in einem Bericht für den US-Kongress, in großem Stil Datenverkehr aus den USA auf eigene Server umgeleitet zu haben. Der betroffene Staatskonzern bestreitet die Vorwürfe, Experten sehen ein fundamentales Sicherheitsrisiko.

18 Minuten lang lief an einem Tag im April der Internetverkehr vieler US-Regierungsbehörden und Unternehmen plötzlich über chinesische Server, erklärt ein Beratungsgremium des US-Kongresses. Den Vorfall beschreibt ein Abschnitt in dem an diesem Mittwoch veröffentlichen Bericht ( PDF-Dokument) der „U.S.-China Economic and Security Review Commission“. Dem Bericht zufolge leitete in dieser Zeitspanne das Unternehmen China Telecom etwa 15 Prozent des Datenverkehrs aus den Vereinigten Staaten und anderen Ländern nach China um, unter anderem Datenpakete von US-Regierungsstellen, dem US-Militär und diversen Unternehmen wie IBM und Microsoft.

China Telecom bestreitet Datenentführung

Eigentlich hätten die Datenpakete den schnellsten und kürzesten Weg im US-Netz nehmen sollen – eine E-Mail von Washington nach Baltimore dürfte zum Beispiel nicht über chinesische Server laufen. Die Umleitung soll laut Sicherheitsforschern des US-Unternehmens McAfee über eine Manipulation der Routing-Informationen gelungen sein. China Telecom soll – einfach ausgedrückt – den angeschlossenen Systemen im Netz erklärt haben, seine eigenen Systeme könnten den Datenverkehr schneller als alle anderen weiterleiten. McAfee-Forschungschef Dmitri Alperovitch erklärt auf Anfrage, wie sein Unternehmen diese kurzfristige Umleitung des weltweiten Datenverkehrs bemerkt hat: „So eine Routing-Entführung kann jeder feststellen, der an vielen Stellen weltweit den Datenverkehr beobachtet, wie McAfee es tut. Wir achten auf Veränderungen in den Routing-Informationen der Internetprovider.“ Diese Daten sind offen zugänglich, aber nur wer sie weltweit aufzeichnet und abgleicht, bemerkt solche Muster.

US-Sicherheitsforscher: „Einer der größten Fälle dieser Art“

Quelle der Routing-Fehlinformation ist laut dem Bericht für den Kongress und McAfee Chinas größtes Telekommunikationsunternehmen China Telecom. Das Unternehmen ist in New York und Hongkong börsennotiert, die Mehrheit der Aktien hält aber der chinesische Staat. Auf Anfrage erklärt eine Sprecherin der Firma: „China Telecom bestreitet jede Form von Entführung von Internetdatenverkehr.“ McAfee-Forscher Dmitri Alperovitch bezeichnet die von seinem Unternehmen beobachtete Datenumleitung als einen der größten Fälle, wenn nicht sogar den größten Fall dieser Art. Vergleichbare Ereignisse gab es schon zuvor: Als ein pakistanischer Internetprovider im Jahr 2008 den Zugriff auf YouTube aus dem Staat verhindern wollte, leitete er für kurze Zeit sämtliche YouTube-Abrufe auf die eigenen Seiten – YouTube war für kurze Zeit offline. Experten bestätigen, dass die in dem Kongressbericht beschriebene Umleitung von Datenpaketen grundsätzlich möglich ist. Matthias Wählisch, Informatiker an der FU Berlin, erklärt, dass die Weiterleitung des Datenverkehrs zwischen Providern in der Tat sehr anfällig für derartige Fehlinformationen sei: „Solch eine falsche Übermittlung kann aufgrund von Fehlkonfigurationen oder auch mutwillig passieren. Beides geschieht gar nicht so selten.“

Provider können fremden Datenverkehr leicht ansaugen

Um an bestimmte Daten zu kommen, für die er gar nicht verantwortlich ist, kann ein Provider so vorgehen, wie es der Expertenbericht an den Kongress beschreibt. Wählisch: „Er muss einfach einen Weg propagieren, der attraktiver als die bestehenden Wege ist. Oder er behauptet einfach, er sei der Eigentümer dieses Netzes. Damit zieht er sozusagen fremden Verkehr an. Und einen attraktiveren Weg zu verbreiten, ist recht einfach.“ Internetdienstleister nutzen Filter, um solches Routing, Hijacking und Fehlkonfigurationen zu blocken. Da solche Filter aber oft (semi-)manuell gepflegt werden, seien sie nie vollständig. Geht man davon aus, dass die von McAfee und dem US-Kongress beschriebene Umleitung des US-Datenverkehrs auf chinesische Server tatsächlich erfolgt ist, stellt sich die Frage: Warum? Es könnte sich um einen Konfigurationsfehler handeln. Aber, so schreiben die Autoren des US-Berichts: „Dieser Zugriff auf Daten könnte die Überwachung bestimmter Nutzer oder Seiten ermöglichen. Er könnte bestimmte Datenverbindungen kappen oder Nutzern bestimmte Seiten unzugänglich machen oder die Daten umleiten.“ Sind die Daten unverschlüsselt, lassen sich auch Anwendungsinformationen auslesen, also zum Beispiel Passwörter oder der Inhalt von E-Mails. Laut Experten sind bei einer solchen Umleitung auch (zum Beispiel per SSL) verschlüsselte Daten nicht sicher. McAfee-Forscher Dmitri Alperovitch erklärt, dass chinesische Nachrichtendienste derart verschlüsselte Kommunikation entschlüsseln könnten. Da das CNNIC (China Internet Network Information Center) bestimmte Zertifikate für die Verschlüsselung ausstellen kann, wäre mit einem Zugriff auf diese eine Entschlüsselung des Datenverkehrs möglich. Alperovitch erklärt: „Wer diese Zertifikate besitzt, die im Datenverkehr automatisch als vertrauenswürdig gelten, und Datenverkehr über eigene Server umleitet, kann viele Arten von Verschlüsselungen von Browsern, Voice-over-IP-Daten und Instant-Messaging-Diensten knacken. Dieses Angriffsszenario hält Michael Horn, Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC), für realistisch: „Ich gehe davon aus, dass das bereits hier und da passiert. SSL in der derzeitigen Implementation – gerade in Browsern – schützt nur sehr mangelhaft gegen derlei Attacken.“ Laut Horn kann jede Zertifizierungsstelle theoretisch falsche Zertifikate ausstellen, wenn sie das möchte. Darunter würde natürlich die Glaubwürdigkeit bei der Zielgruppe der vermarkteten Produkte (kommerzielle SSL-Zertifikate) leiden, aber, so wendet CCC-Sprecher Horn ein: „Da sind die Befindlichkeiten einer Verisign als US-amerikanisches Unternehmen natürlich andere als die von CNNIC, aber ausgeschlossen ist da nichts. Horn nennt die Methode alt – dieser Angriff sei so alt wie das System, über das Internetprovider Routing-Informationen austauschen. Ein Schutz gegen solche Umleitungen von Datenströmen könnte ein Signatur-System der Provider-Mitteilungen sein. Horn: „Im Fazit bin ich überrascht, dass sich China hier so plump angestellt hat.

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Psychokrieg gegen Deutschland


Geplante Terroranschläge

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Foto: dapd

Al-Qaida und Co. wollen Deutschland angreifen. Innenminister de Maizière warnt vor Anschlägen noch im November, die Polizei verstärkt ihre Kontrollen auf Flughäfen und Bahnhöfen. Selbst wenn keine Bombe explodiert: Terroristen sind geduldig, Angst zu schüren ist für sie ein Erfolg.

Berlin – Wie wahrscheinlich ist ein Terroranschlag an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Land? Eine solche Einschätzung ist ein schwieriges Geschäft. Verschiedene Arten von Informationsschnipseln – von Gerüchten über mitgeschnittene, aber missverständliche Gespräche bis zu bestätigten Fakten – müssen gewichtet werden. Außerdem gilt es, die Propaganda von Terroristen einzubeziehen: Wie ernst sind deren Drohungen zu nehmen? Und wie steht es um ihre tatsächlichen Kapazitäten? Deshalb warnen Sicherheitsbehörden lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Das birgt einerseits die Gefahr, dass die Öffentlichkeit abstumpft. Andererseits: Den Anschlägen von Madrid 2004, London 2005 und Mumbai 2008 waren jeweils Warnungen vorausgegangen, trotzdem konnten sie nicht vereitelt werden. Spiegelbildlich verhält es sich mit den Terrordrohungen von al-Qaida und Co.: Viele westliche Staaten sind bedroht worden, nur in wenigen kam es zu Anschlägen. Aber überall dort, wo Bomben explodierten, hatte al-Qaida zuvor auch genau das angekündigt. In Deutschland gilt nun seit Mittwochmittag eine neue Gefahrenbewertung. Laut Innenminister de Maizière gibt es konkrete Hinweise auf geplante Anschläge. Diese Einschätzung kam zustande, weil sich das Verhältnis von abstrakten zu konkreten Informationsschnipseln verschoben hat. Die USA haben den Deutschen mitgeteilt, dass ihren Erkenntnissen zufolge vier mutmaßliche Terroristen nach Deutschland unterwegs sind und für Ende November Anschläge planen. Das ist die erste konkrete Spur überhaupt.

Maßnahmenkatalog wie im Herbst 2009

In den vergangenen Monaten hatte es bereits eine deutliche Verdichtung abstrakter Hinweise gegeben:

  • Zwei verhaftete Terrorverdächtige aus Deutschland berichteten übereinstimmend von Anschlagsplanungen al-Qaidas in mehreren Staaten Europas, darunter Deutschland.
  • Die USA hatten Hinweise weitergeleitet, denen zufolge ein circa dutzendköpfiges Terrorkommando auf dem Weg nach Europa sei, um Anschläge im Stil der Attacken von Mumbai 2008 durchzuführen.
  • Die antiwestliche Propaganda von al-Qaida und Co. hatte sichtbar zugenommen.
  • Mehrere deutsche Dschihadisten im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet sprachen über eine Rückreise nach Deutschland.

In der Summe befand Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nun, dass die Erkenntnislage eine Neubewertung rechtfertigt. Sie fiel deutlich aus: Die Bevölkerung wird um aktive Mithilfe gebeten, die Polizei wird öffentliche Einrichtungen wie Flughäfen und Bahnhöfe verstärkt schützen. Ähnlich reagierte die Bundesregierung im Herbst 2009, als al-Qaida und andere Terrorgruppen mit Anschlägen in Deutschland im Umfeld der Bundestagswahl drohten – mit dem Unterschied, dass damals keine konkrete Spur vorlag und die Gefahr abstrakt blieb.

Geduld: Die Kerntugend eines „Gotteskriegers“

Al-Qaida hatte damals einen Anschlag innerhalb von zwei Wochen nach der Wahl angekündigt, falls Angela Merkel wiedergewählt würde. Doch nichts geschah. Hat al-Qaida damals ihre Glaubwürdigkeit verloren? Die meisten Terroranalysten innerhalb und außerhalb von Regierungsbehörden glauben nicht, dass das der Fall ist. Denn dschihadistische Terroristen wie ihre Sympathisanten und potentiellen Mithelfer sind geduldig. Es besteht kein Zweifel daran, dass sie alle einen Terroranschlag in Deutschland in drei oder vier Jahren immer noch als Erfüllung des 2009 gegebenen Versprechens auslegen würden. „Sabr“ – dieser arabische Begriff, der so viel wie „Geduld“ oder „Ausdauer“ bedeutet, wird in jedem Standardwerk zur Ausbildung dschihadistischer Terroristen als Kerntugend der Gotteskrieger herausgestellt. Insbesondere al-Qaidas Strategen scheren sich wenig um westliche Uhren oder Kalender.

Sehr wohl aber um Deutschland.

Deutschland, sagt Noman Benotman, einst selbst Dschihadist im Umfeld al-Qaidas und heute Analyst bei der Londoner Quilliam Foundation, gilt für al-Qaida und Co. mittlerweile als das „schwächste Glied in der Kette“ der ISAF-Nationen, die in Afghanistan militärisch engagiert sind. Die Terroristen glauben, dass ein verheerender Anschlag in einer deutschen Stadt als Rache für den Bundeswehreinsatz am Hindukusch die öffentliche Meinung gegen eine Mandatsverlängerung wenden würde. Außerdem, so Benotman, sei Osama Bin Laden „besessen“ von dem Gedanken, wirtschaftlichen Schaden anzurichten – als wirtschaftsstärkste EU-Nation sei Deutschland dadurch ebenfalls besonders bedroht. Und schließlich, so der Analyst, halten die Extremisten im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet Deutschland für ein verhältnismäßig leicht zu treffendes Land.

Konkrete Ziele sind nicht bekannt

Es ist wahrscheinlich, dass die Terrorgruppen, die in Europa und Deutschland zuschlagen möchten, mehrgleisig vorgehen – und dass die vier mutmaßlichen Terrorplaner, vor denen die USA nun gewarnt haben, nicht das Einzige sind, das hierher unterwegs ist. Mehrere Szenarien kursieren, alle sind plausibel, keines als konkreter Plan belegt:

  • Terroristen könnten versuchen, ein Kaufhaus oder einen Bahnhof oder ein Hotel anzugreifen, ähnlich wie in Mumbai.
  • Geiselnahmen sind vorstellbar.
  • In Geheimdienst-Szenarien wird auch spekuliert, ob Weihnachtsmärkte ein Ziel sein könnten.
  • Am konkretesten ist noch die Aussage der verhafteten deutschen Dschihadisten, dass al-Qaidas Rekruteur Junis al-Mauretani von Schlägen gegen Wirtschafts- und Finanzzentren gesprochen habe.

Ähnlich wenig gesichertes Wissen gibt es mit Blick auf die möglicherweise involvierten Gruppen. Neben al-Qaida könnten dies die pakistanischen Taliban, die Islamische Bewegung Usbekistan, die pakistanische Terrorgruppe Lashkar-i-Toiba oder der zwischen den Gruppen changierende Top-Terrorist Ilyas Kashmiri und seine Gefolgsleute sein; sie alle haben Interesse an Operationen im Westen unter Beweis gestellt. Ihre realen Kapazitäten für Anschläge im Westen sind unterdessen aus der Ferne kaum einzuschätzen. Experten halten es zwar für sicher, dass diese Gruppen Anschläge im Westen durchführen wollen, aber für ungewiss, ob sie solche durch ausreichendes Training, notwendige Konspiration und genügend Ressourcen auch umsetzen können. In jedem Fall ist aber jetzt schon davon auszugehen, dass Innenminister de Maizière am 1. Dezember seine Lageeinschätzung nicht entschärfen wird. Sie gilt, ebenso wie die von ihm am Mittwoch verkündeten Sicherheitsvorkehrungen, bis auf Weiteres. Für die Terroristen ist schon das freilich ein Erfolg: Terror ist nicht nur die Bombe, sondern auch die Angst davor. Auch psychologische Zermürbung ist ein Konzept, das in al-Qaidas Strategiepapieren auftaucht. Militärischer Erfolg, schlussfolgerte schon vor Jahren der dschihadistische Vordenker Abu Musab al-Suri, sei letztlich gleichbedeutend mit „dem Maß an Furcht, das dem Feind eingeflößt wird“.

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Neue Katastrophe für Inselstaat: Wieder mehr Cholera-Tote in Haiti


Port-au-Prince (dpa) Die Zahl der Cholera-Toten in Haiti ist am Wochenende erneut dramatisch gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium des Karibikstaates am Sonntag mitteilte, starben bislang mehr als 900 Menschen.

Die Zahl der Cholera-Toten in Haiti ist am Wochenende erneut dramatisch gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium des Karibikstaates am Sonntag mitteilte, starben bislang mehr als 900 Menschen. Infiziert wurden seit Beginn der Epidemie am 19. Oktober annähernd 15 000 Menschen.

Infiziert wurden seit Beginn der Epidemie am 19. Oktober annähernd 15.000 Menschen. In Rom rief Papst Benedikt XVI. am Sonntag zur Hilfe für Haiti auf. «Ich appelliere an die internationale Staatengemeinschaft, den betroffenen Menschen großzügig beizustehen», forderte Benedikt beim Angelus-Gebet.

Zehn Monate nach dem Erdbeben mit 230.000 Toten ist Haiti mit dem Ausbruch der Cholera in eine neue Katastrophe geraten. Bis zu 200.000 Menschen könnten nach Schätzungen der Vereinten Nationen an der ansteckenden Seuche erkranken. Die seit dem Erdbeben im Januar in Haiti tätigen Hilfsorganisationen bemühen sich, die Seuche einzudämmen.

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Ferrari zockt falsch, Vettel Weltmeister


Ferrari pokert falsch, Vettel Weltmeister!

xpb.cc

Sechs Jahre nach Michael Schumacher hat Deutschland wieder einen Weltmeister: Sebastian Vettel gewinnt in Abu Dhabi, Fernando Alonso nur Siebter

Von den McLaren-Piloten flankiert feierte Sebastian Vettel auf dem Podium

Von wegen war es ein Fehler, dass Red Bull keine Stallorder zugunsten von Mark Webber ausgesprochen hat: In einem wenig actionreichen, aber dafür strategisch umso interessanteren Grand Prix von Abu Dhabi sicherte sich Sebastian Vettel heute nicht nur den Sieg, sondern auch den ersten deutschen Fahrer-WM-Titel seit Michael Schumacher im Jahr 2004!

Fotos: Großer Preis von Abu Dhabi

„Danke, Jungs – das ist unglaublich! Ich liebe euch“, schluchzte Vettel unter Tränen, als er nach genau 1:39:36.837 Stunden und 55 Runden die Ziellinie auf dem Yas-Marina-Circuit überquerte und sich damit seinen großen Lebenstraum erfüllte. Sprachlos auch Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz, der in der ersten Emotion gar nicht sprechen konnte und eine TV-Reporterin vertröstete: „Komm in fünf Minuten wieder!“ So viel Gänsehaut gab es in der Formel 1 schon lange nicht mehr!

Fotos: Großer Preis von Abu Dhabi
Rennergebnis
Abu Dhabi: Ricciardo mit Fabelzeit zum Abschluss

Überall Jubel und Tränen bei Red Bull

Für Mateschitz war die ganze Situation „zu aufregend“, als er sich dann doch den TV-Reportern stellte: „Es ist wirklich gewaltig gewesen. Wahrscheinlich kommen wir erst morgen drauf, wie das war. Lasst’s mich in Ruhe drüber nachdenken“, stammelte der medienscheue Milliardär und betonte: „Sebastian ist unglaublich, er ist eine gewaltige Saison gefahren.“ Und auch Vater Norbert Vettel rang mit den Tränen: „Er hat’s gepackt! Einfach super.“

Häkkinen lässt an Schumacher kein gutes Haar

Nach einer Saison voller Pleiten, Pech und Pannen wurde der Wunsch von Vettel sen. erhört: „Irgendwann muss er doch auch mal Glück haben!“ Diesbezüglich half Ferrari mit einer taktischen Fehlentscheidung ein wenig nach, aber Vettel lieferte seinen Part absolut makellos ab, dominierte Qualifying und Rennen von der ersten bis zur letzten Runde und holte sich bei der Siegerehrung gemeinsam mit seinem Förderer Helmut Marko die Pokale ab.

Der nunmehr jüngste Formel-1-Weltmeister aller Zeiten machte vom Start weg alles richtig: Als die Lichter der Ampel ausgingen, kam zwar Lewis Hamilton (McLaren) marginal besser von der Linie weg, aber Vettel zog von außen entschlossen in die erste Kurve hinein und verteidigte seine Pole-Position letztendlich doch souverän. Dahinter blieb zunächst alles ruhig, aber Fernando Alonso (Ferrari) büßte eine Position gegen Jenson Button (McLaren) ein.

Von Anfang an ein perfektes Rennen

Vettel und Hamilton setzten sich von Anfang an leicht von den Verfolgern ab, aber die WM-Entscheidung passierte dahinter. Denn Mark Webber (Red Bull) kam an fünfter Stelle liegend nicht einmal annähernd an Alonso vorbei und musste etwas ausprobieren, um seine Titelchancen zu wahren. Also holte ihn das Team schon in der elften Runde an die Box – was im Nachhinein betrachtet eine Kettenreaktion zu Vettels Gunsten auslöste.

Denn aus Angst, dass Webber mit frischen Bridgestone-Mediums die entscheidenden Sekunden gutmachen könnte, um an Alonso vorbeizukommen, reagierte Ferrari und stoppte in der 13. (Felipe Massa) beziehungsweise 15. Runde (Alonso) ebenfalls. „Wir haben uns entschieden, Webber zu covern“, nimmt Alonso seinen Kommandostand, der mit dem frühen Boxenstopp die ausschlaggebende Fehlentscheidung getroffen hat, in Schutz.

Alonso ein fairer Verlierer

„Es war kein einfaches Rennen für uns, schon am Start habe ich eine Position gegen Button verloren“, seufzt Alonso, der seine Crew aber in Schutz nimmt: „Wir haben uns halt entschieden, Webber zu covern.“ Das Problem daran: Alonso kam hinter Nico Rosberg (Mercedes) und vor allem Vitaly Petrov (Renault) wieder auf die Strecke, die ihren Reifenwechsel schon während der Safety-Car-Phase zu Beginn absolviert hatten und damit echte Positionsgegner waren.

„Ich kam nicht an Petrov vorbei, weil ich nicht genug Topspeed hatte“, seufzt der Spanier. Alonso lag boxenstoppbereinigt an sechster Stelle im Rennen, später sogar nur noch an siebter, weil Robert Kubica (Renault) durch einen extrem langen ersten Stint Positionen gewann. Um Weltmeister zu werden, wäre aber Platz vier erforderlich gewesen! „Ich weiß, du gibst dein Bestes, aber es ist entscheidend, dass du überholst“, funkte Alonso-Renningenieur Andrea Stella.

Es reichte nicht. „So ist der Sport. Ich gratuliere Sebastian zum WM-Titel“, zeigt sich der Ferrari-Pilot aber als fairer Verlierer. Auch Webber, der hinter Alonso ein zahnloses Rennen fuhr, gesteht fair und sportlich: „Ich war in den entscheidenden Momenten nicht schnell genug. Nach dem Qualifying war es schwierig, aber was soll’s? Die Weltmeisterschaft ist vorbei. Wir alle haben irgendwann geführt, aber Seb führt zum richtigen Zeitpunkt, nämlich am Ende.“

WM-Führung im richtigen Moment

Unglaublich, aber wahr: Fünf Fahrer führten lagen in der Fahrer-WM 2010 in Führung, nur Vettel nicht – aber ausgerechnet beim Saisonfinale drehte er den Spieß um! „Ich habe diese Weltmeisterschaft nur einmal angeführt, aber genau jetzt zählt es“, jubelt der 23-Jährige. „Ich bin ein bisschen sprachlos. Es war eine unglaubliche Saison für mich und uns alle, physisch wie mental. Wir haben immer an uns geglaubt, ich habe immer an mich geglaubt. Heute ist ein besonderer Tag!“

Vettel kam in Runde 24, einen Umlauf nach Verfolger Hamilton, an die Box – und hatte Riesenglück, dass er nicht nur vor dem Briten, sondern auch vor Kamui Kobayashi (Sauber) und Kubica auf die Strecke zurückkam. Der Red-Bull-Pilot vergrößerte seinen Vorsprung trotz Problemen mit dem Boxenfunk auf über zehn Sekunden und fuhr den Sieg anschließend sicher ins Ziel. Damit war sein Teil der Mission einmal erledigt.

Trotzdem stand er bei der Zieldurchfahrt noch nicht definitiv als Champion fest: „Die Zieldurchfahrt war der erste Schritt, aber erst als der Vierte durchgefahren ist, war ich erleichtert“, berichtet Motorsportkonsulent Marko, und Vettel selbst bestätigt: „Das ganze Rennen lang wusste ich nicht, wo die anderen sind, und ich habe immer versucht, das komplett auszublenden. Ganz ehrlich: Erst als ‚Rocky‘ nach der Zieldurchfahrt ‚Weltmeister‘ gebrüllt hat, wusste ich Bescheid.“

Clevere Strategie von Rosberg

Hinter Vettel kamen die beiden McLaren-Piloten auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel, wobei Button einen langen ersten Stint fuhr und damit am Ende auf frischen Reifen glänzen konnte. Rosberg wurde dank des cleveren Boxenstopps während der Safety-Car-Phase Vierter, Kubica Fünfter, Petrov Sechster, Alonso Siebter und Webber Achter. Der Australier war im heutigen Saisonfinale von allen vier WM-Kandidaten am unauffälligsten.

Bereits in der achten Runde streifte Webber beim Yas-Hotel die Leitplanken, anschließend hatte er einfach nicht den Speed, um Alonso zu attackieren. Sein früher Boxenstopp hätte theoretisch aufgehen können, wurde aber ausgerechnet von Jaime Alguersuari im Toro Rosso zunichte gemacht, der ihn drei Runden lang aufhielt. Der junge Spanier profitierte davon freilich selbst und sammelte als Neunter zwei WM-Punkte. Massa wurde Zehnter.

Schumacher mit einem Schutzengel

Alles, was dahinter passierte, ging im taktisch spannenden WM-Kampf völlig unter. Die Zielflagge sahen 21 von 24 gestarteten Autos; Timo Glock (Virgin) rollte in der 44. Runde mit einem technischen Defekt aus, Schumacher und Vitantonio Liuzzi kollidierten in der ersten Runde: Schumacher drehte sich in Kurve sechs, als Rosberg gerade innen an ihm vorbeiziehen wollte, und anschließend konnte der völlig unschuldige Liuzzi nicht mehr ausweichen.

„Das war schon ein Moment, in dem man kurz in sich geht und versucht, sich so klein wie möglich zu machen. Aber wir haben uns ja nicht berührt, insofern ist alles okay“, erklärt Schumacher, der genau wie viele Beobachter an den TV-Geräten zunächst angenommen hatte, dass er mit Rosberg kollidiert war: „War ich auch der Meinung, aber das war nicht der Fall. Also kann man niemandem die Schuld geben außer mir selbst.“

In der bereits in São Paulo entschiedenen Konstrukteurs-WM gab es heute keine Verschiebungen mehr. Bei den Fahrern setzte sich Vettel mit 256 Punkten vor Alonso (252) und Webber (242) durch. „Es hat der würdigste Mann gewonnen“, strahlt Vettel-Mentor Marko, der sich einen abschließenden Rundumschlag nicht verkneifen kann: „Und an all die Besserwisser wegen Stallregie: Das, was wir gemacht haben, ist aufgegangen!

Quelle: Sport.msn.de, Supportstore.de, Domain-Portal24.de, SL-Reseller.de

Zweite Erde gefunden


Forscher melden Entdeckung eines bewohnbaren PlanetenVon

Die Suche nach einer zweiten Erde war offenbar erfolgreich: Astronomen haben nach eigenen Angaben erstmals einen erdähnlichen, potentiell lebensfreundlichen Planeten in den Tiefen des Alls entdeckt. Auf seiner Oberfläche könnte angenehm temperiertes Wasser schwappen.

15 Jahre liegt die Entdeckung des ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zurück. Nun ist Astronomen offenbar das gelungen, was bei der Jagd nach extrasolaren Planeten von vornherein im Mittelpunkt stand: Der Fund einer erdähnlichen Welt, die Leben beherbergen kann.

Die Forscher um Stéphane Udry und Michel Mayor vom Observatorium Genf fanden den Planeten in der Umlaufbahn um den Stern Gliese 581. Vor zwei Jahren hat das gleiche Team bereits einen Planeten von der Größe des Neptuns im Orbit um den roten Zwergstern entdeckt. Es gibt sogar Hinweise, dass Gliese 581 – mit einer Entfernung von 20,5 Lichtjahren einer der 100 erdnächsten Sterne – ein System aus mindestens drei Planeten besitzt. Dass die Astronomen jetzt einen erdähnlichen Planeten nachgewiesen haben, ist durchaus überraschend. Denn Felsbrocken, deren Gewicht und Größe in etwa der Erde ähneln, sind im Vergleich zu den bisher bekannten über 200 Exoplaneten winzig klein und entsprechend schwer zu entdecken. „Ich hätte erst in drei bis fünf Jahren damit gerechnet“, erklärte der US-Planetenexperte Sean Raymond von der University of Colorado SPIEGEL ONLINE. Er sprach von einer „aufregenden Entdeckung“.

Temperatur zwischen null und 40 Grad

Der neu entdeckte Planet ist rund 50 Prozent größer ist als die Erde und etwa fünfmal so schwer. „Unseren Schätzungen zufolge liegt die mittlere Temperatur auf seiner Oberfläche zwischen null und 40 Grad“, sagte Udry. „Außerdem sagen die Modelle voraus, dass der Planet entweder felsig oder von Ozeanen bedeckt sein sollte. Solche Eckdaten elektrisieren Wissenschaftler: Die Existenz von flüssigem Wasser bei moderaten Temperaturen gilt als wichtigste Voraussetzung für die Entstehung von Leben. „Man bräuchte natürlich auch noch andere Elemente wie Kohlenstoff und Stickstoff, die aber wahrscheinlich vorhanden sind“, sagte Udrys Mitautor Thierry Forveille im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. „Dann braucht man noch einen Auslösemechanismus für die Entstehung von Leben – von dem niemand weiß, wie er aussieht.“

Xavier Delfosse, einer der an der Studie beteiligten Forscher, träumt bereits von einer Forschungsmission zu dem Planeten, weil er gute Bedingungen für Lebensformen aufweise und außerdem relativ nahe an der Erde liege. „Auf einer Schatzkarte des Universums wäre man versucht, diesen Planeten mit einem X zu markieren.“ Erst vor zwei Wochen haben Forscher Wasser in der Atmosphäre eines Exoplaneten nachgewiesen. Im Mai 2006 fanden Wissenschaftler einen Planeten von der Größe des Neptun, der seinen Heimatstern in der sogenannten grünen Zone umkreist – und deshalb flüssiges Wasser besitzen könnte.

Direkte Beobachtungen sollen Fund bestätigen

Udry und seine Kollegen haben das eigens für die Planetenjagd konstruierte „Harps“-Instrument am 3,6-Meter-Teleskop der Europäischen Südsternwarte (Eso) im chilenischen La Silla benutzt. Der erdähnliche Planet hat sich durch die leichte Taumelbewegung verraten, die er seinem Heimatstern aufzwingt – ein Effekt, der in etwa mit der Kreiselbewegung eines Hammerwerfers vergleichbar ist. Die Forscher werden ihre Entdeckung demnächst im Fachblatt „Astronomy & Astrophysics“ vorstellen. Die Eso hat die Studie vorab auf ihrer Internetseite veröffentlicht.

METHODEN DER PLANETENJAGD

Die Suche nach der zweiten Erde

David A. Hardy/ PPARC

Die Entdeckung der ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems galt als wissenschaftliche Sensation. 1992 wiesen Forscher die ersten Exoplaneten im Orbit um den Pulsar PSR B1257+12 nach. 1995 fanden Michel Mayor und Didier Queloz erstmals einen Planeten in der Umlaufbahn um einen Stern, der unserer Sonne ähnelt. Zuvor war es unter Forschern heftig umstritten, ob es überhaupt Planeten in den Tiefen des Alls gibt – oder ob unser Sonnensystem das einzige seiner Art ist. Inzwischen sind jedoch weit über 200 Exoplaneten in mehr als 180 Systemen bekannt. Mit heutigen Teleskopen können Exoplaneten nur unter größten Schwierigkeiten direkt beobachtet werden, da ihr Heimatstern sie bei weitem überstrahlt. Astronomen sind deshalb auf indirekte Methoden angewiesen, die in den vergangenen Jahren immer weiter verfeinert wurden und die Entdeckung immer kleinerer Planeten erlauben. Das begehrteste Objekt ist eine „zweite Erde“: ein Felsplanet, der in Größe und Masse der Erde ähnelt und seinen Stern in der sogenannten Grünen Zone umkreist, in der die Existenz von flüssigem Wasser auf der planetaren Oberfläche möglich ist.

Quelle :  Spiegel.de, Sl-Reseller, Supportstore

Wiederholte Katastrophe an US-Golfküste


USa-Golfküste & Obama schlittert in die Ölkrise

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Foto: AP

Die Ölpest im Golf von Mexiko droht zur politischen Gefahr für US-Präsident Obama zu werden. Viel zu lang verließ sich die Regierung auf den BP-Konzern, verspätet und hektisch startet sie nun ihr eigenes Krisenmanagement. Schon ist die Rede von „Obamas ‚Katrina'“.

Hamburg – Große Gefühle zu zeigen, ist normalerweise nicht die Sache von Katastrophenspezialisten, schon gar nicht im Angesicht einer Krise. Doch David Kennedy, seit mehr als 20 Jahren in Diensten der amerikanischen Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA, ist offenbar mehr als nur besorgt über den Ölteppich, der nach der Havarie der Bohrplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko auf die Küste Louisianas zuschwappt. „Ich habe Angst“, sagte Kennedy. „Das ist eine sehr, sehr große Sache.“ Der schiere Umfang der Bemühungen, die zur Eindämmung der Katastrophe nötig sind, sei „überwältigend . Schon jetzt ist klar, dass die USA vor einer der größten Umweltkatastrophen der vergangenen Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte, stehen. Früher als erwartet erreichten am Freitag die ersten Ausläufer des Ölteppichs die Küste mit ihren hochsensiblen Ökosystemen, ihren ausgedehnten Sumpfgebieten und ihrer Fischereiindustrie. Und klar ist auch: Angesichts der schieren Menge an Öl und den örtlichen Gegebenheiten dürfte eine wirksame Bekämpfung der Ölpest ein Ding der Unmöglichkeit sein.

Außer dem ökologischen Desaster drohen der US-Politik nun auch politische Folgen. Präsident Barack Obama hatte erst Ende März eine energiepolitische Kehrtwende vollführt und angekündigt, Öl- und Gasbohrungen vor der US- Atlantikküste zu genehmigen – was ihm jetzt zur Belastung wird.

Haben die Behörden zu lange gezögert?

In die Kritik gerät auch das Krisenmanagement der Regierung. Tagelang gaben sich die Behörden mit einer Beobachterposition zufrieden und überließen die Bekämpfung des Ölaustritts weitgehend dem Ölkonzern BP, der die „Deepwater Horizon“ von der Firma Transocean geleast hatte. Die Küstenwache unternahm keine eigene, unabhängige Untersuchung des Lecks am Meeresboden. Mary Landry, Befehlshaberin der Küstenwache im Katastrophengebiet, betonte immer wieder, BP sei für die Kosten und die Organisation der Gegenmaßnahmen verantwortlich. Die Küstenwache prüfe lediglich, ob alles seine Ordnung habe. „Es ist ausreichend Zeit, empfindliche Gebiete zu schützen und die Säuberungsmaßnahmen vorzubereiten“, sagte Landry noch am Montag.

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Mit Google geld verdienen im Internet


Geld verdienen mit Google Apps

Google Enterprise gibt den Start eines Reseller-Programms für Google Apps bekannt. Autorisierte Reseller können ab sofort die Google Apps Premier Edition an Kunden jeder Größe verkaufen, Produktversionen individuell an Kundenwünsche anpassen und Supportlösungen anbieten.
Geld verdienen mit Google Apps

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Autorisierte Reseller können die Google Apps Premier Edition an Kunden jeder Größe verkaufen, Produktversionen individuell an Kundenwünsche anpassen und Supportlösungen anbieten. Ziel des Programms ist es, Partnern neue Einnahmemöglichkeiten sowie einer größeren Anzahl Unternehmen einfacheren Zugang zu Googles Cloud-Computing-Services zu bieten. Google unterstützt Reseller mit Schulungen, Support, Vertriebs- und Marketingtools sowie dem Zugang zu Tools für die Integration von Google Apps in die Geschäftsabläufe der Kunden. Reseller können ihre Rechnungen direkt an ihre Kunden stellen, so dass sie weiterhin enge Geschäftsbeziehungen zu ihren Kunden pflegen können. Reseller können mit Google Apps außerdem zusätzliche Services und Supportleistungen anbieten.

Das Programm soll bei über 50 Pilotpartnern von Google bereits im Einsatz sein.
Das Reseller-Programm umfasst:
* Ein Portal mit umfangreichen geschäftlichen und technischen Informationen und Online-Diskussionsgruppen
* Vertriebs- und technische Schulungen sowie Marketingmaterialien
* Reseller-Tools für die Einrichtung der Technologie bei Geschäftskunden, Integration von Endnutzern, Management und Reporting
* Integration von APIs (REST-basiert) für Verzeichnissynchronisierung, Migration, Reporting und Single Sign-on
Potenzielle Reseller werden auf Basis entsprechender Erfahrung und Bonität bewertet und erfahren unter www.google.com/apps/resellers mehr über das Programm. Anfragen sind besonders erwünscht von Unternehmen mit einer starken SaaS-Orientierung und einem Geschäftsmodell, das auf die Lieferung von Mehrwert schaffenden Services und Lösungen ausgerichtet ist. Autorisierte Reseller können Google Apps ab Ende März verkaufen.
Die Google Apps Premier Edition-Suite der Kommunikations- und Kollaborationstools umfasst Google Mail, Google Kalender, Google Docs, Google Sites, Google Talk und Google Video für Unternehmen.

Technische Panne im deutschsprachigen Internet


Technische Panne im deutschsprachigen Internet!!!

Im deutschsprachigen Internet ist es offenbar zu einer Panne gekommen. Der Verwalter der Internetadressen, die Denic, berichtet von Problemen mit sogenannten Namensservern. Webseiten mit „de“-Endung werden demnach teilweise nicht mehr wiedergegeben. Mittlerweile soll das Internet aber wieder weitgehend funktionieren.

Offenbar hat der Ausfall mehrerer Großserver bei einem der zentralen Internetdienstleister in Deutschland am Mittwoch bundesweit zu Störungen geführt. Das Problem sei gegen 13.30 Uhr entdeckt worden, teilte die Domain-Registrierstelle Denic in Frankfurt am Main mit. Der Fehler sei zwar inzwischen behoben, es könne jedoch noch immer zu Störungen kommen.

Die Großserver der Denic registrieren und verwalten – vereinfacht gesagt – die Adressen aller Internetseiten mit einer . de-Endung. Fallen sie aus, können Webbrowser auf Computern diese nicht finden – und Suchanfragen laufen ins Leere. Dies war am Mittwoch über einen längeren Zeitraum der Fall.

Laut Denic wurde beim Aufrufen von Internetseiten mit der . de-Endung am Mittwoch über mehrere Stunden fälschlicherweise mit „Domain existiert nicht“ geantwortet, obwohl die Internetadressen existieren. „Damit waren diese Domains nicht erreichbar“, teilte die Denic mit.

Die Registrierstelle setzte nach Bekanntwerden der Störung nach eigenen Angaben „unmittelbar ein Notfallteam“ ein, das den Fehler „lokalisiert“ und dann nach und nach behoben habe. Laut Denic sollte ab 15.45 Uhr wieder ein „korrekter Service gewährleistet“ gewesen sein. Allerdings räumte die Registrierstelle ein, dass es auch nach diesem Zeitpunkt möglicherweise weiter Probleme gegeben habe.

„Wir bedauern diesen Vorfall. Der Fehler ist identifiziert und das Problem behoben“, teilte die Denic mit, machte aber keinen genauen Angaben zur Ursache und Umfang des Problems. Weitere Details sollten „nach einer eingehenden Analyse“ mitgeteilt werden. Ein Denic-Mitarbeiter sagte „Spiegel Online“, der Fehler sei nicht durch einen gezielten Angriff von Hackern ausgelöst worden.

Eine Sprecherin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigte die Panne. Zu Ausmaß und Ursache der Störungen könne die Behörde jedoch ebenfalls keine Angaben machen. Wie der Domainanbieter Domainfactory aus Ismaning bei München mitteilte, fielen am Nachmittag zeitweise sämtliche sechs sogenannten Nameserver der Domain-Registrierstelle Denic in Frankfurt am Main aus. Die Denic habe das Problem nach knapp einer Stunde wieder beheben können.

Quelle : Welt.de, Domain-portal24.de

Ölpest hat BP bisher sechs Milliarden Dollar gekostet


Golf von Mexiko

Kampf gegen die Ölpest: Die letzte Phase beginnt

dpa

Kampf gegen die Ölpest: Die letzte Phase beginnt

Der BP-Konzern ist in der Endphase des Kampfs gegen die Ölpest. Doch die Aufarbeitung hat erst begonnen: Sechs Milliarden Euro musste BP bereits zahlen, und das ist erst der Anfang. Forscher wollen jetzt auch Anzeichen dafür erkannt hab, dass das Öl in der Nahrungskette gelandet ist.

Endspurt für BP: Der Ölkonzern hat mit der letzten Phase der Ölquellen-Reparatur im Golf von Mexiko begonnen. Die seit mehr als drei Monaten laufende Entlastungsbohrung werde voraussichtlich am kommenden Sonntag ihr Ziel erreichen, teilte das britische Unternehmen am Montag mit. Damit soll das bereits mit Zement versiegelte Bohrloch zusätzlich von unten abgedichtet werden. Das Leck, aus dem seit Ende April insgesamt rund 780 Millionen Liter Öl ins Meer geströmt waren, wäre dann endgültig dicht.

BP war es am vergangenen Freitag gelungen, mehr als 15 Wochen nach der Explosion der Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ das Bohrloch von oben mit Zement zu verschließen. Es ist der größte Ölunfall der Geschichte. Die Entlastungsbohrung hat laut BP mittlerweile eine Tiefe von 5458 Metern erreicht und ist nur noch wenige Meter von dem Steigrohr im Meeresboden entfernt. Durch den Kanal will BP ebenfalls Zement in den äußeren Ring um das 18 Zentimeter dicke Rohr herum pumpen. Damit soll verhindert werden, dass Öl aus möglichen kleinen Lecks in der Nähe des Öl-Reservoirs an der Leitung vorbei nach oben drängen kann. Messungen am Wochenende hätten ergeben, dass der am vergangenen Donnerstag gegossene Zementdeckel auf der Quelle hart geworden sei und dichthalte. Es strömten keinerlei Öl und Gas mehr aus.

Rekordverlust für BP

Derweil steigen für BP die Kosten für die Beseitigung der Ölpest unerbittlich. Das Unternehmen bezifferte den bisherigen Aufwand auf 6,1 Milliarden Dollar (4,7 Milliarden Euro). Darin enthalten seien die Ausgaben für die Arbeiten am Bohrloch, die Beseitigung der Umweltschäden und 319 Millionen Dollar Entschädigungszahlungen an 103.900 Kläger. Außerdem drohen massive Schadenersatzforderungen. BP muss auf Drängen von US-Präsident Barack Obama in den kommenden dreieinhalb Jahren auch 20 Milliarden Dollar in einen Entschädigungsfonds einzahlen. In seiner Bilanz hat der Konzern bereits Rückstellungen von 32,2 Milliarden Dollar gebildet. Diese Summe kann aber noch steigen, wie das Unternehmen Ende Juli deutlich machte. Allein im zweiten Quartal wies das Unternehmen einen Verlust von 16,9 Milliarden Dollar aus, den höchsten in der britischen Wirtschaftsgeschichte. Der Konzern will sich in den nächsten anderthalb Jahren von Vermögen im Wert von rund 30 Milliarden Dollar trennen, um die Kosten schultern zu können.

In der US-Südküste nimmt die Sorge zu, dass BP und die Regierung den Kampf gegen die Ölpest nach der Versiegelung der Quelle schlagartig abbrechen. Der von Obama ernannte Einsatzleiter, Admiral Thad Allen, widersprach solchen Behauptungen in Fernsehinterviews am Sonntag. Die Bemühungen der Regierung würden nicht nachlassen: „Es ist eine Katastrophe für die Menschen am Golf, und sie erfordert unsere Aufmerksamkeit bis der Job erledigt ist.“

Blaukrabben verraten ökologische Schäden

Unklar ist nach wie vor, welche ökologischen und ökonomischen Folgen die Ölpest nach sich ziehen wird. Vergangene Woche hatte die US-Ozean- und Wetterbehörde NOAA bekanntgegeben, dass inzwischen fast drei Viertel der knapp 800 Millionen Liter an ausgetretenem Öl verschwunden seien. Unabhängige Experten bezeichneten das aber als voreilige Entwarnung.

Biologen beobachten derzeit unter anderem die Bestände der Blaukrabbe in den von der Ölpest betroffenen Gebieten. Sie gilt als ein zuverlässiger Indikator für den Zustand des Ökosystems. Schon vor Wochen fanden Wissenschaftler Öl an Krabbenlarven im Golf von Mexiko – und deuten das nun als Zeichen dafür, dass das Öl oder dessen Rückstände bereits in die Nahrungskette gelangt sind. „Irgendetwas wird die öligen Larven fressen“, sagte Bob Thomas, ein Biologe der Loyola University in New Orleans. „Und dann wird dieses Tier von einem größeren gefressen, und so weiter.“

Winzige Lebensformen könnten möglicherweise noch so viel Öl aufnehmen, dass sie überleben. Aber die Tiere weiter oben in der Nahrungspyramide – wie etwa Delfine oder Thunfische – könnten durch die Menge der gefressenen Kleintiere tödliche Dosen abbekommen.

Meeresbiologen untersuchen routinemäßig Schalentiere, um Rückschlüsse auf die Situation im Golf von Mexiko zu gewinnen. Seit Beginn der Ölpest hätten viele der eingesammelten Krabbenlarven die charakteristischen organgefarbenen Ölspuren aufgewiesen, sagte Harriet Perry vom Gulf Coast Research Laboratory an der University of Southern Mississippi. „Ich forsche seit 42 Jahren an Krabben“, so die Biologin. „Aber so etwas habe ich noch nicht gesehen.“

Quelle:Spiegel.de, Supportstore.de

BP-Desaster wird zur bisher größten Ölpest


Golf von Mexiko

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Foto: AP

780 Millionen Liter Rohöl sind nach Angaben des US-Krisenstabs aus dem defekten Bohrloch im Golf von Mexiko geströmt – es wäre damit die schlimmste Ölpest im Ozean der Geschichte. Bei der Abdichtung gibt es jetzt neue Probleme.

New Orleans/Washington – Die Menge ist kaum vorstellbar: Rund 780 Millionen Liter Rohöl sind bei der Ölpest im Golf von Mexiko innerhalb von drei Monaten ins Meer geströmt. Das entspricht 4,9 Millionen Barrel bzw. 670.000 Tonnen. Davon seien 127 Millionen Liter (800.000 Barrel oder 110.000 Tonnen) abgefangen worden, teilte der Krisenstab aus Vertretern der US-Regierung und des Erdölkonzerns BP am Montag unter Berufung auf Wissenschaftler mit.  Es handele sich um die bisher genauesten Schätzungen mit einer möglichen Abweichung von plus-minus zehn Prozent, teilte die Regierung mit. Bisherige Prognosen waren von drei bis 5,3 Millionen Barrel ausgegangen. Der ausgetretenen Ölmenge kommt große Bedeutung zu, weil davon die endgültigen Kosten für den Konzern abhängen könnten Die Explosion der BP-Ölplattform „Deepwater Horizon“ am 20. April hatte die Katastrophe ausgelöst. Sollten die aktuellen Schätzungen stimmen, wäre der Untergang die schlimmste Ölpest der Geschichte. Zuvor galt der Bohrinsel-Unfall der „Ixtoc“ 1979 als die schwerste Ölpest zur See. Damals flossen geschätzte 525 Millionen Liter Öl (3,3 Millionen Barrel oder 452.000 Tonnen) ebenfalls in den Golf von Mexiko. Bei der Havarie des Tankers „Exxon Valdez“ 1989 vor der Küste Alaskas sollen es knapp 41 Millionen Liter (260.000 Barrel oder 36.000 Tonnen) gewesen sein. „Einen derartigen Ölausfluss in den Ozean hat es zuvor nie gegeben“, sagte der Meeresforscher Ian MacDonald“ der „New York Times“ mit Blick auf das „Deepwater“-Desaster. Allein ein Unglück, das sich am 14. März 1910 an Land ereignete, übersteigt die Ölmengen am Golf von Mexiko: Bei den Ölfeldern am Lakeview Gusher im US-Staat Kalifornien traten bei einem Blowout etwa 1,4 Milliarden Liter (9 Millionen Barrel oder 1,2 Millionen Tonnen) Öl aus.

Verzögerungen beim Ölstopp

Die für Montag geplanten letzten Tests vor der endgültigen Versiegelung des Bohrlochs im Golf von Mexiko haben sich gleichzeitig verzögert. Bei den Vorbereitungen für den Einspritztest sei ein kleines hydraulisches Leck am Kontrollsystem der Verschlusskappe entdeckt worden, teilte BP mit.

Ölpest: Geschundener Golf

Der für Dienstag geplante Beginn der Versiegelung werde sich dadurch vermutlich kaum verzögern, der Einspritztest könne aber erst vorgenommen werden, wenn die undichte Stelle repariert sei. „Es ist vorgesehen, dass der Einspritztest und möglicherweise auch der ‚Static Kill‘ am Dienstag stattfinden“, erklärte BP.  Bei der „Static Kill“ genannten Methode werden schwerer Bohrschlamm und Zement durch die Mitte Juli aufgesetzte Verschlusskappe in das Bohrloch eingefüllt, um dieses endgültig zu verschließen. Bei der Operation könnten zeitweise geringe Mengen Öl ins Meer fließen, warnte Einsatzleiter Thad Allen. Der finale Akt zur Versiegelung steht etwa eine Woche später an. Dann wollen die Ingenieure auch das Öl-Reservoir in der Tiefe versiegeln. Bei dieser Operation „Bottom Kill“ sollen in 5,4 Kilometer unter dem Meeresboden ebenfalls Schlamm und Zement in die Steigleitung gepumpt werden. Sollte das Verfahren gelingen kann das defekte Bohrloch möglicherweise auch ohne die beiden Entlastungsbohrungen verschlossen werden, die der Ölkonzern BP zurzeit vorantreibt. Das Unternehmen gab am Montag bekannt, dass es schon ausreichen könnte, das Loch von oben zu verschließen. Beide Bohrungen, die bis zu 100 Millionen Dollar pro Stück kosten, würden aber fortgesetzt. Sie könnten dazu benutzt werden zu überprüfen, ob das Bohrloch tatsächlich abgedichtet worden sei, sagte BP-Vizepräsident Kent Wells.

Quelle: spiegel.de, supportstore.de

10 Gramm Haschisch und bis zu 05 Gramm Harte Drogen in NRW straffrei


Düsseldorf. Künftig darf jeder in Nordrhein-Westfalen zehn statt sechs Gramm Haschisch konsumieren, ohne dafür bestraft zu werden. Bei „harten“ Drogen soll wieder 0,5 Gramm zum Eigengebrauch erlaubt sein.

Nordrhein-Westfalen setzt im Kampf gegen illegale Drogen in Zukunft verstärkt auf Prävention und erlaubt künftig in höheren Mengen den straffreien Besitz von Haschisch oder Marihuana. Noch in diesem Jahr will die neue Landesregierung nach WAZ-Informationen die sogenannte Eigenbedarfsgrenze für „weiche” Drogen von sechs auf zehn Gramm erhöhen. Bei Heroin, Kokain und Amphetaminen sollen wieder 0,5 Gramm zum Eigenverbrauch erlaubt sein. Derzeit gilt bei „hartem” Stoff noch die Null-Grenze. Mit den Korrekturen lockert der neue Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) die unter der schwarz-gelben Vorgänger-Regierung verschärfte Gangart. „Das war ein Fehler”, sagte er der WAZ. In der Praxis hätte die 2007 herabgesetzten Eigenverbrauchs-Grenzen bewirkt, „dass auch Gelegenheitskonsumenten völlig unnötigerweise kriminalisiert werden – also Menschen, die weder drogenabhängig noch in kriminelle Strukturen verstrickt sind”. Besonders bei jungen Leuten, die aus Neugier eine Droge ausprobieren, sei Strafverfolgung nicht das richtige Mittel. Schwerabhängige ließen sich durch Eigenbedarfsgrenzen nicht von ihrer Sucht abhalten, sagte Kutschaty. Sie brauchten „in erster Linie wirksame Hilfe und Therapie”. Die Staatsanwaltschaften würden durch die geplante Neuregelung entlastet.

Quelle: derwesten.de, supportstore.de

BP – Tankstellengeschäft in Österreich nicht von Ölkrise betroffen


Ölpest zieht eine Spur bis nach Europa

Greenpeace forderte in Wien zum Boykott von BP auf.   Bild: apa

WIEN. Die Ölkrise von BP im Golf von Mexiko hat bei den österreichischen Kundschaft des britischen Mineralölkonzerns noch zu keiner Kaufzurückhaltung geführt, hieß es von BP am Montag.

Allerdings bemerke man mehr Anfragen von Autofahrern, wenn auch nicht im signifikanten Ausmaß. BP ist gemeinsam mit der OMV der Platzhirsch am heimischen Tankstellenmarkt.

Aktivisten rollten Plakat aus

Ganz so verschont blieb aber auch BP Österreich nicht. Erst vor wenigen Tagen hatten Greenpeace-Aktivisten auf der Fassade der BP-Firmenzentrale in Wiener Neudorf ein Riesen-Transparent entrollt. Ein noch größeres Spruchband wurde der Firmenleitung direkt übergeben. Die zentrale Forderung der Umweltschützer lautete: „BP – Raus aus der Tiefsee!“. Noch im Juni hatte das Meinungsforschungsinstitut market bei einer Online-Umfrage (Sample: 500 Personen) erhoben, dass jeder zweite Autofahrer in Österreich BP-Tankstellen boykottiere oder dies zumindest überlege. BP Österreich ist seit Jahresbeginn 2010 eine Zweigniederlassung von BP Europe SE und beschäftigt rund 260 Mitarbeiter. Das Tankstellennetz umfasste per Jahresende 430 Stationen, 2008 waren es noch 463. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 ging der Umsatz der damaligen BP Austria von 1,5 auf auf 1,05 Mrd. Euro (exkl. Möst) zurück. Der Absatz verminderte sich von 2,3 auf 2,2 Milliarden Tonnen, der Jahresgewinn fiel von 19 auf 7,2 Mio. Euro.

Quelle: Nachrichten.at, Supportstore.de

Anleitung für die fünf beliebtesten Urlaubsländer


Die Deutschen machen sich wieder auf den Weg in den Urlaub, wenn auch nicht allzu weit weg. Eine Reiseanleitung für die fünf beliebtesten Ziele 2010.

Urlaub auf Mallorca
Foto: picture-alliance/ ZB/dpa-Zentralbild Da sind wir wieder! Uns Deutschen ist der Urlaub heilig, deshalb gelten wir auch als Reiseweltmeister

Deutschland

Man sollte meinen, dass der Deutsche in Deutschland keine Probleme haben dürfte. In anderen Ländern läuft ja doch oft vieles schief. Italiener – laut. Franzosen – unfreundlich. Amerikaner – amerikanisch. Aber eigentlich verachtet der Deutsche im Urlaub niemanden so sehr wie den Deutschen. Denn der gehört ja zum eigenen Volk und hat hier plötzlich Zeit zum Faulenzen. Besonders wenn der aus einem anderen Bundesland kommt.


Rügen, Kreidefelsen, Deutschland

Rügen ist Ostseeinsel Nummer eins

Daher ist es wichtig, möglichst nicht aufzufallen. Gehen Sie nicht in landestypischer Tracht zum Frühstücksbuffet. Versuchen Sie nicht den lokalen Dialekt zu imitieren, indem Sie als Neumünsteraner in Augsburg eine „G’scheide Mass“ bestellen. Sehen Sie stets beschäftigt aus. Lassen Sie sich immer eine Quittung geben. Am besten Sie sagen gleich, es ist eine Dienstreise. Und fahren schnell weiter nach Italien.

Spanien

Vergewissern Sie sich, wo Sie sind. Eine Insel, genauer: Mallorca? Machen Sie sich keine Gedanken. Die Mallorquiner sind alles gewöhnt, was Touristen an Benehmen, Kleidung und Einfältigkeit zu leisten bereit sind. Und: Sprechen Sie einfach Deutsch. Ähnliches gilt für große Teile der Küste. Sollten Sie im Landesinneren sein, oder in Städten, wird es etwas schwieriger. Auch wenn Sie die Autonomie-Konflikte nicht interessieren – wie auch viele Spanier nicht: Die Gegend um Barcelona heißt Katalonien, die um Bilbao Baskenland. Es gibt Situationen, da sollte man das wissen. Zum Beispiel am Abend in einer Bar. Dort sollten Sie unbedingt hin, denn dort sind Spanier. Von denen erfahren Sie die besten Ziele und sogenannten Geheimtipps zum Weiterfahren. Denn die meisten werden dieses Jahr auch im Land reisen. Sie wissen: die Krise. Darüber sollten Sie allerdings nicht sprechen. Versuchen Sie es lieber mit Fußball. Auch wenn es wehtut. Sie werden sich sofort Freunde machen.

Türkei

Die meisten Urlauber, die in die Türkei fahren, fahren ja nicht wirklich in die Türkei. All-inclusive-Clubs in Izmir oder Bodrum sind genau genommen eine Welt für sich. Eine nicht typisch türkische. In dieser Welt ist es wichtig, Badesachen dabeizuhaben, Sonnencreme, ein Handtuch, dem man nicht weiter hinterhertrauern würde, falls es jemand von der damit besetzten Liege klaut. Dann geht es darum, schneller braun zu werden als die vom Hotelbalkon nebenan und den Obstverkäufer am Strand jeden Tag ein paar Lira weiter runterzuhandeln.

Das sind die zehn größten Urlaubsirrtümer

Irrtum 1: Arbeitnehmer haben 30 Tage Urlaub laut Gesetz.


Die Wahrheit: Nach Bundesurlaubsgesetz beträgt der gesetzliche Mindesturlaub 24 Werktage. Werktage sind alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind, das heißt auch der Samstag ist Werktag. Bei einer Fünf-Tage-Woche beträgt dann der Mindesturlaub 20 Werktage. Abweichungen können zugunsten des Arbeitnehmers durch Tarifvertrag erfolgen.

Irrtum 2: Urlaubstage kann man sich auszahlen lassen.


Die Wahrheit: Nein. Urlaub soll der Erholung dienen, deshalb ist Urlaub in natura zu nehmen. Eine finanzielle Abgeltung nicht genommenen Urlaubs widerspricht den Regelungen des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG). Ausnahme: Kann der Urlaub wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr (vollständig) genommen werden, entsteht ein Abgeltungsanspruch für die (noch) offenen Urlaubstage. Der Arbeitnehmer erhält also statt des Urlaubs Geld.

Irrtum 3: Wer im Urlaub krank wird, hat Pech gehabt.


Die Wahrheit: Nachgewiesene Krankheitstage (dafür benötigt man eine ärztliche Bescheinigung) während des Urlaubs werden nicht angerechnet, das heißt sie werden wieder dem Urlaubskonto „gutgeschrieben“.

Irrtum 4: Heiligabend und Silvester muss nur ein halber Urlaubstag genommen werden.


Die Wahrheit: Das Gesetz sieht keine halben Urlaubstage vor. So sind der 24. und der 31. Dezember Werktage, also Arbeitstage. Es ist daher grundsätzlich ein ganzer Urlaubstag zu nehmen. Auch hier sind Abweichungen durch Tarifvertrag und Betriebsvereinbarungen möglich.

Irrtum 5: Mein Hotel ist mir sicher.


Die Wahrheit: Nein, bei Pauschalreisen ist es dem Veranstalter erlaubt, im Rahmen der Zumutbarkeit für den Urlauber das gebuchte Hotel zu wechseln. Das Ersatzhotel muss nach Lage und Standard dem gebuchten Hotel entsprechen. Alle Rechte hat der Kunde bei Überbuchung des Hotels, wenn er quasi absichtlich in ein übervolles Haus gebucht wird, um die Auslastung zu sichern. Dann kann der Urlauber kostenfrei kündigen, erhält den Reisepreis zurück und kann Schadenersatz für entgangene Urlaubszeit verlangen. Irrtum 6: Bei Flugverspätung gibt es eine Ausgleichszahlung.


Die Wahrheit: Nein, sollte die Maschine eine Abflugverspätung haben, bekommt der Reisende keine pauschale Ausgleichszahlung von der Gesellschaft. Nach der EG-Fluggastrechte-Verordnung Nr. 261/2004 haben zwar alle Passagiere, auch Pauschalreisende, besondere Rechte gegen das Luftfahrtunternehmen. Bei einer Abflugverspätung ab zwei Stunden kann der Reisende allerdings nur zum Flug angemessene Betreuungsleistungen wie Verpflegung, Hotel/Transfer und Kommunikation wie ein Telefonat verlangen, nicht aber die bei Überbuchung und Annullierung des Fluges vorgesehene Pauschalzahlung von 250 Euro bei Flügen bis 1500 Kilometer, 400 Euro bis 3500 Kilometer und 600 Euro pro Person bei Langstrecken.

Irrtum 7: Der Flugpreis ist bei Pleite der Fluggesellschaft sicher.


Die Wahrheit: Nein, bis heute ist der Verbraucherschutz bei bloßen Flügen völlig unzureichend. Bei der Pleite eines Flugreiseveranstalters bekommt der Reisende seine Zahlungen und die Kosten eines notwendigen Rückfluges von dem Kundengeldabsicherer, in der Regel einer Versicherung, zurück. Nicht aber bei der Insolvenz einer Fluggesellschaft. Das gezahlte Ticket ist nichts wert und der Fluggast bekommt in der Regel nichts zurück.

Irrtum 8: Kakerlaken berechtigen zur Preisminderung!


Die Wahrheit: Nein, einige Kakerlaken berichtigen nicht zur Minderung des Reisepreises. Geringes Ungeziefer gehört gerade in den Tropen und Subtropen zum allgemeinen Lebensrisiko des Urlaubers. Lärm bei einem Stadthotel, kurzfristige Leistungsbeeinträchtigungen, alkoholisierte All-inclusive-Urlauber und Fluglärm auf einer Insel, wenn ausreichend darauf hingewiesen wird, muss der Urlauber ersatzlos hinnehmen. Ist die Ameisenstraße oder der Kakerlakenbefall im Wohnstudio nicht zu stoppen, kann allerdings der Preis um bis zu 40 Prozent nach der Kemptener Reisemängeltabelle (www.fuehrich.de) gemindert werden.

Irrtum 9: Mein Reiserecht reist mit.


Die Wahrheit: Nein, leider gilt dies nur für das Pauschalreiserecht des Reiseveranstalters. Wer also mit TUI & Co ein Reisepaket aus mindestens zwei Reiseleistungen wie Flug und Unterkunft nach Mallorca in Deutschland bucht, den begleitet der Schutz des deutschen Rechts auch nach Spanien. Wer dagegen eine Individualreise wie einen Flug im Reisebüro oder Internet bucht und sich selbst um das Hotel kümmert, für den gilt das örtliche Recht dieser Leistungsträger. Damit ist der deutsche Individualurlauber ziemlich schutzlos!

Irrtum 10: Eine Mängelliste reicht zur Reklamation.


Die Wahrheit: Viele Gerichte meinen, die Einreichung einer Mängelliste bei dem Veranstalter reiche nicht, um das förmliche Beschwerdeverfahren einzuleiten. Daher ist darauf zu achten, dass die Reisemängel „substantiiert“ beschrieben werden und mit einem allgemeinen Zahlungsverlangen verbunden werden. Der Urlauber muss kein Reiserechtler sein, darf sich aber nicht mit bloßen Wertungen begnügen wie „unzumutbare Unterkunft“ oder „miserables Essen“. Mängel sind also konkreter zu beschreiben. Zur Erinnerung kauft man am letzen Abend dann doch noch diesen einen Teppich, den man schon von Anfang an im Auge hatte. Und weil Özgür, der Teppichhändler, so nett ist und ein bisschen Deutsch kann, weil er schon mal in Dortmund war, und einen wirklich, wirklich guten Preis macht. Wenn Sie einen Eindruck von der Vielfalt der Türkei bekommen wollen, fahren Sie nach Istanbul! Die Stadt, die sich über zwei Kontinente erstreckt, vereint die unterschiedlichen Facetten des Landes in sich. Schon an einem Wochenende können Sie einen Eindruck vom alten Stambul, dem europäischen Beyoglu und dem asiatischen Hafenviertel Kadiköy gewinnen. Und die Türken lernen noch ein paar Deutsche kennen.

Italien

Wenn du was über Italien lernen willst“, sprach letztens eine kluge Italienerin, „dann musst du dir nur anschauen, wie die Italiener einparken. In Deutschland ist es üblich, den Wagen kompliziert rückwärts in die Haltebucht zu manövrieren. Das ergibt bei euch gleich eine ganze Fahrstunde: Rückwärts einparken. Ihr macht das so, weil ihr es später, beim Ausparken, gern leichter haben wollt. Das ist ein elementarer Unterschied zu italienischem Denken. Ein Italiener will es jetzt gleich leicht haben. Deshalb stellt er sein Auto so hin, wie es gerade geht, und rennt weg ins nächstbeste Café. Probleme kann man auch noch später lösen. Ein bisschen was von dieser Haltung, und in Italien kann nichts mehr schiefgehen.“

Österreich

Die gute Nachricht zuerst: Die Chancen stehen zurzeit gut, dass Sie nicht als „Scheiß Piefke“ beschimpft werden, obwohl Sie in Gegenwart von Einheimischen „Guck mal“ sagen und an der Supermarktkasse Tüten verlangen. Den Österreichern ist ihre viele Jahre hingebungsvolle zelebrierte Feindseligkeit gegenüber allem Deutschen ein bisschen langweilig geworden. Das liegt nicht nur daran, dass Lahms Truppe gerade so hübsch Fußball gespielt hat. Es hat wohl damit zu tun, dass die Zahl jener Deutschen, die in dicken Autos anrücken und mit harter Währung um sich werfen, überschaubar geworden ist. Gleichzeitig drängen sich immer mehr Bürger des einst zumindest heimlich bewunderten Nachbarlandes darum, in den Urlaubsorten jene Arbeit zu machen, für die sich die Einheimischen längst zu schade sind. Die Österreicher werden ihnen deshalb so entspannt begegnen wie nie zuvor. Die schlechte Nachricht: Sie sind einer von vielen. Die Deutschen stellen inzwischen die größte Ausländergruppe. Der Piefke gehört zum Inventar. Sie müssen also mit dem Schlimmsten rechnen, was einem als Gast passieren kann: für den Kellner gehalten zu werden.

Quelle: Welt.de, Reise-123.de